MYTHOS MÜNDIGER VERBRAUCHER – DER KONSUMENT AUS SICHT DER VERHALTENS- UND HIRNFORSCHUNG

Das Bild eines rationalen Entscheiders bestimmt nach wie vor unsere Vorstellung vom Verbraucher: Er kennt seine Bedürfnisse, vergleicht Angebote, wägt Kosten und Nutzen ab. Doch die Verhaltensforschung konnte in den letzten Jahren aufzeigen, dass dieses Bild leider nicht stimmt. Signale wie Verpackungsdesign, Siegel und Auszeichnungen oder wohlklingende Markennamen lenken die Wahrnehmung, verändern die Bewertung von Produkten und verführen zum Kauf.

Weshalb schmeckt vielen ein teurer Wein besser? Warum lassen sich Menschen von Vorgaben beeinflussen und welche Rolle spielt Selbstkontrolle bei externen Einflüssen? Moderne Methoden der Hirnforschung erlauben einen Blick in die Köpfe der Verbraucher und helfen Entscheidungsverzerrungen besser zu verstehen, ja sogar Produkt- und Kampagnenerfolge vorherzusagen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die neuronalen Prozesse, welche unseren Entscheidungen als Konsumenten zugrunde liegen, und wie diese sowohl von äußeren Reizen als auch durch individuelle Faktoren beeinflusst werden.

Zur Person:
Prof. Dr. BERND WEBER leitet seit 2005 die Abteilung für strukturelle und funktionelle Bildgebung des Gehirns am Life & Brain Center in Bonn. Seit Juli 2010 hat er eine Professur für Neuroökonomie an der Universität Bonn inne und ist Direktor des Center for Economics and Neuroscience. Weber ist zudem Vorsitzender der Neuromarketing Business Association in Deutschland sowie Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften, die sich mit der interdisziplinären Erforschung der biologischen Ursachen ökonomischen Entscheidungsverhaltens beschäftigen.

Rückfragen bitte an:
Dr. Johannes Schnurr
Presse und Medien
Tel.: 0 62 03-10 92 0
mobil: 0176-216 446 92
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