Museum der Bimsindustrie

(djd). Für Schüler gibt es kaum etwas Wertvolleres als das Lernen vor Ort. Auf Ausflügen und Klassenfahrten lernen sie in neuen Umgebungen besonders intensiv. Mit frischen Eindrücken kehren sie ins Klassenzimmer zurück, wo ihre Erfahrungen den Unterricht noch eine Weile bereichern. Besonders nachhaltig wirken so einzigartige Regionen wie der Vulkanpark im „Nationalen Geopark Vulkanland Eifel“. Dieser begeistert die jungen Neuankömmlinge mit spannenden Info- und Erlebniszentren und ergänzt auf interessante Weise sowohl den Geschichtsunterricht als auch die Erdkundestunden. Hervorzuheben ist das vielseitige Vulkanpark Infozentrum in Plaidt/Saffig, das seinen Besuchern neue Perspektiven eröffnet und sie dabei unterstützt, die anderen Attraktionen dieser Landschaft einzuordnen.

Restaurierte Maschinen und eine stillgelegte Fabrik

Die neueste Attraktion des Vulkanparks ist das „Museum der Bimsindustrie“ in Kaltenengers. In der stillgelegten Fabrik, die heute Heimat des Museums ist, wurden bis vor wenigen Jahren noch Leichtbetonsteine hergestellt. Schon der Originalschauplatz ist faszinierend. Restaurierte Maschinen und bebilderte Infotafeln berichten von der 150-jährigen Geschichte der Bimsindustrie. Die Geschichte beginnt eigentlich noch viel früher, nämlich mit der Entstehung des vulkanischen Rohstoffes Bims. Im Neuwieder Becken wurde Bims abgebaut, der sich beim Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor rund 13.000 Jahren hier ablagerte. Mehr Informationen gibt es auf http://www.vulkanpark.com.

Funktionstüchtige Exponate

Die Geschichte der Bimsindustrie ist auch die Geschichte der Produkte, die aus dem Bimsstein entstanden. Im 19. Jahrhundert wurde Bims als besonders leichtes Baumaterial entdeckt, das beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle spielte. Im Museum kann man nicht nur viele im Original erhaltene Maschinen sehen, sondern die funktionstüchtigen Exponate sogar benutzen. So bekommen gerade Kinder und Jugendliche einen intensiven Einblick in die Produktionsbedingungen. Historische Bilder, Dokumente und Erzählungen runden das Erlebnis ab.

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