Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz

Um die Versorgung von Menschen mit Demenz und den gleichnamigen Masterstudiengang geht es bei einer Tagung, die am 7. Juni 2013 in der Universität Witten/Herdecke (UW/H) stattfinden wird.

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und die Unterstützung der Pflegenden, sei es zu Hause oder in einer Einrichtung, ist eine Aufgabe, die nicht alleine durch Pflege- und therapeutischen Berufe in Zusammenarbeit mit Betroffenen und ihren Angehörigen gemeistert werden kann. Die Bewältigung verlangt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und breite gesellschaftliche Auseinandersetzung. „Die Betroffenen selbst, aber auch die in Pflege-, Betreuungs- und therapeutischen Berufen Tätigen, müssen durch qualifizierte Beiträge anderer Berufsgruppen und durch kommunale wie nationale strukturelle Maßnahmen eine nachhaltige Unterstützung ihrer Arbeit erfahren“, fordert Otto Inhester vom Department für Pflegewissenschaft der UW/H. „Besonders wirksam ist es, wenn dabei multiprofessionelle Studien- und Arbeitsgruppen, bestehend aus Ingenieuren, Ärzten, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Psychologen, Verwaltungsfachleute und den Pflegeberufen von Beginn an Aufgaben und Probleme von mehreren Seiten zugleich angehen und so neue Versorgungsformen und Konzepte entwickeln.“

Dass diese Grundidee, die dem 2012 eröffneten multiprofessionellen Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ zugrunde liegt, eine Gebot der Stunde ist, soll die Tagung „Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz – Perspektiven und Strategien“ belegen. Dort erhalten Interessierte die Gelegenheit, sich über den Studiengang und die zukünftigen Tendenzen in der Versorgung zu informieren.

Neben den multiprofessionellen studentischen Arbeitsgruppen, die über erste Ergebnisse ihrer Studien berichten, zeigen verschiedene Gastredner weitere Aspekte auf, die bei der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit einer humanen und tragfähigen Versorgung zu bedenken sind. Dabei geht es um eine sachliche Aufklärung der Öffentlichkeit und der Vermeidung von Stigmatisierung und Panikmache ebenso wie um die kommunale Strukturentwicklung im Sinne einer demenzfreundlichen Gemeinde.

Weitere Informationen: Otto Inhester, 02302 / 926 – 758, otto.inhester@uni-wh.de

Den Flyer zur Tagung zum Herunterladen finden Sie auf der Seite www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/multiprofessionelle-versorgung-von-menschen-mit-demenz/

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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