„Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz“ als Fortbildung für Architekten anerkannt

Teile des multiprofessionellen Masterstudiengangs „Versorgung von Menschen mit Demenz“ der Universität Witten/Herdecke (UW/H) sind von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalens als Fortbildungsveranstaltungen anerkannt worden. Dabei handelt es sich um die beiden ersten Module des deutschlandweit einmaligen Studienangebots. Für die Teilnahme an den Kursen „Demenz als existentielle Situation des Menschseins: Die Phänomenologie der Demenz, das subjektive Erleben der Betroffenen und die medizinisch-klinische Sicht auf die Demenzen“ sowie „Familien mit Menschen mit Demenz: Familienorientierte Versorgung, Problemlagen und Interventionen“ werden ab sofort jeweils acht Fortbildungspunkte an interessierte Architekten vergeben.

Der multiprofessionelle Masterstudiengang ist ein berufsbegleitender Teilzeitstudiengang. Er ist in Präsenz- und Selbstlernphasen unterteilt, die eine möglichst flexible Gestaltung des Studiums ermöglichen. Weil die Demenz nicht vor Fächergrenzen Halt macht, tut der Studiengang dies auch nicht. Beteiligt an Lehre und Forschung sind deshalb gleich drei Departments der Fakultät für Gesundheit der UW/H (Humanmedizin, Pflegewissenschaft, Zahnmedizin) sowie ein Stab von Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen.

Der Studiengang richtet sich somit nicht nur an Interessenten aus medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Berufen, sondern auch an Sozial- und Geisteswissenschaftler, Ingenieure, Juristen, Architekten, Städteplaner, Ökonomen, Verwaltungs- und Politikwissenschaftler. Letztlich sind alle angesprochen, die in ihrem Beruf einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung und Reduzierung der Belastungen von Menschen mit Demenz und ihren Familien leisten und die auf unterschiedlichen Versorgungsebenen innovative Lösungen anstreben.

„Der Grundgedanke ist, dass die Lebensqualität der Betroffenen durch eine nutzerorientierte Versorgungsstruktur, durch berufsübergreifende Kooperationen und eine multi-perspektivische Sichtweise verbessert wird“, erläutert Otto Inhester vom Department für Pflegewissenschaft der UW/H. „Die Entscheidung der Architektenkammer NRW ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung, den wir sehr begrüßen. Ähnliches wäre sicherlich auch für weitere Berufsgruppen wie Ärzte oder Juristen denkbar und wünschenswert. Demenz ist ein Thema, an dem schon jetzt viele Berufsgruppen gemeinsam arbeiten müssen. In der Zukunft wird sich die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit noch verstärken. Mit dem Studiengang und unseren Fortbildungen zum Thema leisten wir dazu schon heute unseren Beitrag.“

Weitere Informationen: www.uni-wh.de/gesundheit/multiprofessioneller-master-of-arts-demenz/

Kontakt: Otto Inhester: 02302 / 926-243 oder otto.inhester@uni-wh.de

Weitere Bilder zum Herunterladen finden Sie unter https://www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/multiprofessionelle-versorgung-von-menschen-mit-demenz-als-fortbildung-fuer-architekten-anerka/

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.550 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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