Multiple Sklerose: Therapiehinweise zu Glatirameracetat veröffentlicht

„Auch zu Basistherapien, die seit Jahren existieren, haben behandelnde Neurologen immer wieder Fragen – insbesondere bezüglich der Wechselwirkungen mit anderen, neu zugelassenen Medikamenten. Die große Nachfrage nach unseren Qualitätshandbüchern zeigt den enormen Bedarf an pharmaunabhängigen Informationen zur MS-Therapie. Daher sind wir ständig bemüht, die Reihe der KKNMS-Qualitätshandbücher zu erweitern und zu vervollständigen“, so Prof. Dr. Bernhard Hemmer, Sprecher des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS).

Das Handbuch zu Glatirameracetat ist das neunte der Reihe und beinhaltet in bewährter Weise Informationen und Empfehlungen zu Indikation und Kontraindikation, Dosierung und Pharmakokinetik sowie zu besonderen Situationen wie Schwangerschaft und Impfungen. Außerdem wird detailliert auf die notwendige Diagnostik, den Therapieabstand und Maßnahmen abhängig von Vortherapien sowie das Monitoring und Maßnahmen unter der Therapie mit Glatirameracetat und das Umstellen auf andere MS-Therapeutika eingegangen. Das neue Qualitätshandbuch ist in der kostenlosen KKNMS-App für iOS und Android verfügbar. Zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2015 wird es auch in gedruckter Form aufgelegt.

Neben der Vorstellung des neuen Qualitätshandbuchs informierten Experten des KKNMS auf der Herbsttagung umfassend über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose. Besprochen wurden Themen wie „Der Stellenwert des MRT in der Diagnose, Prognoseabschätzung und Therapie“, „Neues zu bewährten Substanzen“ und „Wirksamkeit und Nebenwirkungen der neuen Substanzen“.

Qualitätshandbücher des KKNMS:
Die KKNMS-Qualitätshandbücher sind mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), dem Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN), dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) und dem Ärztlichen Beirat der Patientenorganisation DMSG abgestimmt. Bereits verfügbar sind Qualitätshandbücher zu den MS-Medikamenten Alemtuzumab, Dimethylfumarat, Fingolimod, Mitoxantron, Natalizumab und Teriflunomid sowie zur Schubtherapie und zur Therapie in Spezialsituationen. Diese werden jährlich aktualisiert und können von Ärzten über die kostenlose KKNMS-App für Android und iOS eingesehen oder ebenfalls kostenfrei über sekretariat@kkn-ms.de bestellt werden.

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