Mützentausch mit Folgen

(djd). Egal ob „Barbie“ oder „Hello Kitty“, in der kalten Jahreszeit tragen kleine Mädchen gerne Ohrenschützer und Mützen mit ihrem Lieblingsmotiv darauf. Und für die Jungs gibt es „Batman“ oder einen anderen Superhelden als Alternative. Gerne werden die Kopfbedeckungen untereinander ausgetauscht und „probegetragen“. Zudem ist das Wetter in den Wintermonaten so wechselhaft, dass in den Kindergärten deutlich weniger an der frischen Luft gespielt und stattdessen in Spielecken gekuschelt wird. Doch der Mützentausch und der intensive Körperkontakt erleichtern es kleinen Krabblern, sich unbemerkt von Kopf zu Kopf zu hangeln: Läuse haben im Winter Hochsaison.

Rasante Verbreitung

Etwa 100 Eier legt ein Lausweibchen innerhalb seines wenige Wochen dauernden Lebens ab. Nach einer Woche schlüpfen die Larven und können nach weiteren acht Tagen selber für Nachwuchs sorgen. Daher ist es wichtig, das eigene Kind bei Läusefällen in der Einrichtung sofort zu untersuchen. Mit einem speziellen Kamm und dem Auftragen von Haarspülung lassen sich die Tierchen auskämmen und auf einem Küchenpapier gut erkennen. Im Fall einer Lausinfektion ist der Griff zu modernen Kopflausmitteln wie etwa Nyda aus der Apotheke ratsam. Es enthält ein spezielles Dimeticon (Silikonöl), das tief in die Atemwege der Läuse und Nissen eindringt – und sie ersticken lässt. Zwei Behandlungen sind nötig, nach erfolgter Erstbehandlung können die Kinder bereits wieder mit ihren Freunden kuscheln.

Läuse sterben schnell

Nach dem Behandeln des Haarschopfs gilt das Augenmerk den benutzten Gegenständen und der Schlafstatt des Kindes. Hier empfiehlt die Deutsche Pediculosis Gesellschaft, Kämme und Haarbürsten in heißer Seifenlösung zu reinigen. Bettwäsche, Handtücher, Schlafanzüge und Mützen sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Das Einfrieren von Kuscheltieren ist in der Regel nicht notwendig, es reicht, wenn man sie für einige Tage in Plastiksäcke verpackt. Der Grund: Parasiten, die vom Kopf ihres Wirtes fallen, werden schnell träge und unbeweglich. Sie verhungern spätestens nach drei Tagen.

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