Motorradhelm-Test: Nicht am Preis orientieren!

(dmd). Er schützt das wertvollste Körperteil, er ist das wichtigste Zubehör. Bei der Wahl des Motorradhelmes sollte man keine Kompromisse machen – und sich nicht am Preis orientieren. Laut einer Untersuchung des ADAC definiert dieser nicht die Qualität des Helmes.

Elf Tourensporthelme wurden vom ADAC unter die Lupe genommen. Getestet wurden sie in den Kategorien Unfallschutz, Sicht, Geräuschverhalten und Handhabung. Die Preisspanne der untersuchten Modelle lag zwischen 95 und 230 Euro.

Tourensporthelme, auch Integralhelme genannt, verfügen im Unterschied zu Klapphelmen über eine feste Kinnpartie und ein verschließbares Visier, das meist zusätzlich angeboten wird. Diese sollen ein Beschlagen verhindern und dem Motorradfahrer auch bei schlechtem Wetter gute Sicht ermöglichen.

Testsieger wurde mit der Note „gut“ der Nolan N86 Classic für 200 Euro, gefolgt vom Shark S900 C, der 30 Euro teurer ist. Beide Helme bieten tauglichen Unfallschutz, gute Sicht sowie einen hohen Tragekomfort. Noch mit „gut“ bewertet wurden der HJC IS-17 (200 Euro) sowie der Probiker RSX5 (175 Euro). Beide Helme fielen im Vergleich zu den Testsiegern beim Geräuschverhalten etwas ab.

Mit 95 Euro ist der MTR S-811 zwar das günstigste Modell, hat laut ADAC jedoch auch deutlichen Nachbesserungsbedarf in puncto Geräuschpegel und erhielt deswegen ein „befriedigend“. Ähnlich wurden auch der Nexo Fiber Comfort Air (205 Euro), der Held Brave (180 Euro), der Givi 40.2 GT (200 Euro) sowie der Römer Ulm (160 Euro) bewertet. Der Römer Ulm war zudem der einzige Helm im Test, für den es kein Zusatzvisier gibt.

Aufgrund schlechter Stoßdämpfungseigenschaften beim Unfallschutz erhielten der Rocc 520 sowie der LS2 FF384 II nur die Note „ausreichend“. Die beiden Testverlierer kosten rund 160 Euro. Alle getesteten Tourensporthelme erfüllen die aktuelle Norm ECE-R 22/05.

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