Moringa und Co. – Internationales Symposium zur nachhaltigen Nutzung von Heilpflanzen

Ziel ist es, fachgebietsübergreifend Synergien nutzbar zu machen und Lösungsansätze für die vielschichtigen Probleme innerhalb der Wertschöpfungskette zu finden. Das Programm wurde bereitgestellt unter: www.hs-wismar.de/medicinal-plants

Weltweites Interesse

Mehr als 50 eingeladene Wissenschaftler, Unternehmensvertreter und Interessierte aus Armenien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Indien, Indonesien, Litauen, Peru und der Schweiz sind angereist, um sich über den aktuellen Stand der Wissenschaft auszutauschen und ausgewählte Themenschwerpunkte zu diskutieren.

Fair vom Bauern bis zum Anwender

Auf dem ersten Symposium dieser Art an der Hochschule Wismar werden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Bauern, Verarbeitern, Importeuren und potentiellen Anwendern aufgezeigt, die praktisch und vor allem fair umsetzbar sind. Auch der dazu erforderliche Abgleich hierfür notwendiger Voraussetzungen wird thematisiert. Aus dem Grund wird von der klassischen Vorgehensweise bei wissenschaftlichen Konferenzen abgewichen und einer regen Diskussion Raum gegeben.

Themenschwerpunkte vom Anbau bis zur internationalen Zusammenarbeit

Während sich am ersten Tag des Symposiums die Teilnehmer den beiden Schwerpunkten „Nachhaltiger Anbau und Kultivierung von Medizinalpflanzen“ sowie „Produktstabilisierung und Verarbeitung“ widmeten, standen am darauffolgenden Veranstaltungstag Qualitätskriterien für geprüften Anbau in der Europäischen Union und weltweit, Transport, Verarbeitung und Handel sowie spezifische medizinische Fragestellungen auf dem Programm. Dafür hatten die Veranstalter drei Themenpakete geschnürt: „Import, Export und Logistik: Handel mit der EU“, „Pharmazie der westlichen Welt und ethno-spezifisches traditionelles Wissen“ sowie „Joint Venture als ein Modell internationaler Zusammenarbeit“. Im Fokus standen dabei neben den indischen Pflanzen Moringa, Brahmi, Weihrauch und dem südamerikanischen Drachenblut ebenso heimische Pflanzen wie die Brennnessel und die Karde. Die abschließenden Exkursionen waren neben dem erfolgreichen Projekt „Produktentwicklung aus heimischen Wildfrüchten“ in Ludwigslust und dem Biohof in Medewege auch dem Bad Doberaner Münster und der Landeshauptstadt Schwerin.

Ausblick
„Das Symposium als Start einer neuen internationalen Kommunikationsplattform war ausgesprochen erfolgreich“ so der Wismarer Professor Stollberg. Er ergänzt: „Sehr unterschiedliche Sichtweisen, bedingt durch kulturhistorische und regionale Hintergründe sowie Interessen der Teilnehmer sorgten für kontroverse Diskussionen, die nicht zuletzt von Zukunftsängsten in den Entwicklungsländern geprägt waren.“ Alle Teilnehmer sind sich einig, dass dieser intensive Austausch fortgesetzt werden sollte. So ist das nächste Symposium für 2019 geplant. Bis dahin werden die Wissenschaftler und Unternehmer in engagierten Projekten versuchen die in den vergangenen Tagen gesetzten Ziele schrittweise umsetzen.

Das Organisationsteam
Die Leitung des Gesundheitssymposiums lag in den Händen von Prof. Dr.-Ing. Christian Stollberg, der am Bereich Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik der Fakultät für Ingenieurwissenschaften Verfahrenstechnik biogener Rohstoffe lehrt. Er hat über viele Jahre hinweg insbesondere im Rahmen seiner Forschungsaktivitäten zu diesem Fachgebiet ein weltweites Netzwerk aufgebaut und dieses Symposium ins Leben gerufen. Bei der Organisation und Durchführung des Gesundheitsforums 2017 wurde Prof. Stollberg maßgeblich vom Robert-Schmidt-Institut der Hochschule Wismar (RSI) unterstützt. Sein ausdrücklicher Dank geht auch an den Co-Organisator, die BioCon Valley GmbH, sowie die Dr. Junghanns GmbH und eine weitere Einrichtung der Hochschule Wismar, dem European Project Center, welche finanzielle Unterstützung leisteten.

Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an
Prof. Dr.-Ing. Christian Stollberg,
über Assistenz durch Regina Krause
Telefon: 03841 753-76 44
bzw. E-Mail: regina.krause@hs-wismar.de.

Scroll to Top