Morbus Waldenström: Neues Faltblatt informiert über seltene Lymphomerkrankung

Ein Morbus Waldenström entsteht, wenn sich die genetische Information eines einzelnen B-Lymphozyten durch einen Fehler bei der Zellteilung verändert. B-Lymphozyten gehören zu den weißen Blutzellen und sind eigentlich für die Immunabwehr zuständig. Beim Morbus Waldenström vermehren sich diese bösartig veränderten B-Lymphozyten im Knochenmark, den Lymphknoten oder in der Milz. Anstatt die Immunabwehr zu unterstützen, stellen sie unkontrolliert „falsche“ Antikörper her, die in ihrer Funktion gestört sind. Müdigkeit und Leistungsschwäche sind die häufigsten Krankheitszeichen dieses Lymphoms, manchmal verbunden mit Fieber, Gewichtsverlust oder nächtlichem Schwitzen. Ein Teil der Patienten bemerkt auch schmerzlose Vergrößerungen von Lymphknoten, Leber oder Milz.

Aufgrund des langsamen Wachstums des Morbus Waldenström muss nicht immer sofort mit einer Behandlung begonnen werden, manchmal wird unter engmaschiger Kontrolle auch erst einmal abgewartet. Ist jedoch aufgrund zunehmender Beschwerden eine Behandlung erforderlich, sollte diese möglichst im Rahmen klinischer Therapiestudien erfolgen. Nur so besteht die Möglichkeit herauszufinden, wie die Therapie des Morbus Waldenström verbessert werden kann. Die Anfang 2014 gegründete und zum KML gehörende Studiengruppe „European Consortium for Waldenström’s Macroglobulinemia“ (ECWM) ist europaweit für die Durchführung solcher Studien zuständig. Die Federführung erfolgt durch Professor Dr. med. Christian Buske (Comprehensive Cancer Center Ulm), der gemeinsam mit Dr. med. Alexander Grunenberg auch Autor des neuen KML-Faltblattes ist.

Das Konzept des Faltblatts wurde vom Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. entwickelt. Es kann dort von Ärzten und Patienten bestellt werden. Besonderer Dank gilt der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. für die kritische Durchsicht des Textes und der Janssen-Cilag GmbH für die finanzielle Unterstützung bei der Herstellung des Faltblatts. Das Unternehmen hatte keinen Einfluss auf den Inhalt.

Bestelladresse
Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., Uniklinik Köln, D-50924 Köln,
Telefon +49 (0)221 478-96000, Fax: +49 (0)221 478-96001,
E-Mail: , Internet:

Ansprechpartnerin für die Presse und Fachvertreter
Silke Hellmich, KML | Information & Kommunikation, Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., Uniklinik Köln, D-50924 Köln,
Tel.: +49 (0)221 478-96005, E-Mail:

Im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) haben sich deutschlandweit Wissenschaftler und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen, die bei der Erforschung und Behandlung von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems führend sind. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome ist eines von inzwischen 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gegründet wurden.

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