„Molekulare Mechanismen bakterieller Überlebensstrategien“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte die Einrichtung eines neuen Graduiertenkollegs an der Universität Tübingen zum Thema „Molekulare Mechanismen bakterieller Überlebensstrategien“ (GRK 1708). Unter Federführung des Sprechers Prof. Dr. Karl Forch-hammer sind an diesem Graduiertenkolleg 12 Arbeitsgruppen aus der Medizinischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie dem Max-Planck Institut für Entwicklungsbiologie beteiligt. Die Mehrzahl der Arbeitsgruppenleiter gehören dem Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen an. Hinzu kommen die Bereiche Geomikrobiologie und Organische Chemie.

Ziel des interdisziplinären Forschungs- und Promotionsnetzwerks ist es, zu einem tieferen Verständnis der Mechanismen und Strategien zu gelangen, die es Bakterien ermöglichen, an ihren natürlichen Standorten zu überleben und neue Standorte zu besiedeln. Bakterien zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbst unter ungünstigsten Bedingungen über-leben können und daher schwer zu kontrollieren sind. Ein besseres Verständnis dieser Überlebensstrategien ist für die gesamte bakterielle Ökologie und Physiologie, für die Ausbreitung bakterielle Krankheits-erreger und die Entwicklung antibakterieller Wirkstoffe von größter Bedeutung. Im neuen Graduiertenkolleg sollen molekulare Mechanis-men verschiedener bakterieller Überlebensstrategien exemplarisch erforscht werden. Dabei sollen insbesondere Erhaltungs-, Entgiftungs- und Reparatur-stoffwechsel sowie die Bildung von Schutzsubstanzen im Vordergrund stehen.
Die geförderten Kollegiaten sollen durch eine intensive Betreuung und inter-disziplinäre Zusammenarbeit der Forschungsprojekte ein tiefgreifendes Verständnis dieser aktuellen Thematik erhalten.

In einem ersten Förderabschnitt von viereinhalb Jahren wird ein Finanzvolumen von etwa 2,1 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Für das positive Votum der DFG waren vor allem die wissenschaftliche Exzellenz der beteiligten Arbeitsgruppen, die Kohärenz des Forschungs-programms und die daraus resultierende interdisziplinäre Zusammenarbeit auf höchstem Niveau ausschlag-gebend. Das neue Graduiertenkolleg setzt einen neuen Akzent innerhalb des Tübinger Forschungsschwerpunkts Mikrobiologie und Infektionsforschung, da es fundamentale Fragen der Stressphysiologie von Bakterien in das Zentrum der Forschung rückt, um aus diesen Erkenntnissen der Grundlagenforschung zu innovativen Anwendungen zu gelangen.

Für Nachfragen:
Prof. Dr. Karl Forchhammer
Universität Tübingen
Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin
Auf der Morgenstelle 28
72076 Tübingen
Telefon: +49 7071 29-72096
Telefax: +49 7071 29-5843

Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Leiterin Myriam Hönig

Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information
Michael Seifert
Telefon +49 7071 29-76789
Telefax +49 7071 29-5566

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