Moderne Visionen treffen alte Tradition

(djd). Schöne Landschaften und traditionsreiche Orte gibt es in Franken überall. Doch Schweinfurt war schon immer etwas Besonderes. Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Entwicklung der Stadt von der Metallindustrie bestimmt – als Zentrum der deutschen Kugellagerproduktion genießt sie bis heute Weltruf. Inzwischen hat sich die drittgrößte Stadt Unterfrankens jedoch auch auf einem ganz anderen Gebiet einen bedeutenden Namen gemacht: Ihre kulturellen Angebote können durchaus mit dem vieler Weltstädte mithalten. Besonders beeindruckt hier die Vielseitigkeit – auch 2013 können Besucher wieder unter den verschiedensten Themenbereichen wählen.

„Main und Meer“

Die Kunsthalle Schweinfurt etwa ist stets ein Garant für hochkarätige Veranstaltungen. Neben den Dauersammlungen „Diskurse – Deutsche Kunst nach ’45“ und „Expressiver Realismus“ mit Werken von Joseph Hierling werden hier regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt. Im Jahr 2013 ist es neben der berühmten „Sammlung Gunter Sachs“ die Bayerische Landesausstellung „Main und Meer“, die vom 9. Mai bis 13. Oktober Einblick in die wechselhafte Geschichte des bayerisch-fränkischen Gewässers gewährt. Erzählt wird vom Main, vom Wasser und von den verschlungenen Wegen zu den Ozeanen. Der Main schlüpft dabei in ganz unterschiedliche Rollen: Er ist Geheimnisträger und Winzer, Lebensspender und Unheilsbringer, Schiffsführer und Arbeitgeber, Seefahrer und Kunstschaffender – und er ist Visionär, der seine Blicke auch in die Zukunft richtet.

Die Bedeutung eines Flusses

In zwölf Themenblöcken werden die besonderen Aspekte des Flusses für die Region dargestellt. Die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Wasserwegs als Nahrungslieferant und Verkehrsstraße wird ebenso aufgezeigt wie das Leben am und im Fluss sowie die Ressource Wasser in Gegenwart und Zukunft. Die Besucher bewegen sich zwischen Alltagsgegenständen, Kunstwerken und Computeranimationen. Hands-on-Stationen für Jung und Alt ergänzen das Rundumerlebnis. Nähere Informationen gibt es unter http://www.schweinfurt360.de im Internet.

Das Leiden Christi

Ein ganz anderes Thema finden Kulturinteressierte in Sömmersdorf bei Schweinfurt: Seit 1933 bereits pflegt man in dem kleinen Ort alle fünf Jahre die Tradition, die Passion Christi dramaturgisch abzubilden. Rund 400 der insgesamt 650 Einwohner beteiligen sich daran, und inzwischen haben sich die Sömmersdorfer Passionsspiele vom lokalen Freilufttheater zum ernstzunehmenden Kunstereignis mit deutschlandweiter Bekanntheit gemausert.

Die Passion neu erzählen

Im Gegensatz zu den berühmten Spielen in Oberammergau setzen die Sömmersdorfer bei ihrer Passion auf Modernität – auch 2013 etwa soll die Geschichte Jesu von Nazareth in die Lebenswelt der Menschen von heute eingebettet werden. Die Streitereien des „Hohen Rates“, der Zorn der Volksmassen – der Besucher erkennt, wie vieles davon auch in der heutigen Zeit passiert. Und so mancher wird darüber nachdenken, wie er heute wohl auf Jesus reagieren würde. Informationen gibt es unter http://www.passionsspiele-soemmersdorf.de im Internet.

KURZTEXT:

Schweinfurt – von „Main und Meer“ bis zum Leiden Christi

(djd). Früher als Kugellagerstadt bekannt, hat sich Schweinfurt inzwischen einen bedeutenden Namen als Kunst- und Kulturzentrum erworben. Neben hochkarätigen Museen, Theatern und Konzertveranstaltungen offeriert die Stadt im Herzen Unterfrankens auch 2013 einige besondere Highlights für Kunstfans.

In der Kunsthalle bietet sich dem Besucher von Mai bis Oktober 2013 die Landesausstellung „Main und Meer“. Über zwölf Themenblöcke sind Einblicke in die Bedeutung des Flusses Main für die Region in verschiedensten Exponaten und spektakulären Computeranimationen zu erleben.

Ein ganz anderer Höhepunkt der Saison findet sich im Dörfchen Sömmersdorf bei Schweinfurt. Auf einer der größten und schönsten Freilichtbühnen Süddeutschlands werden bereits im 80. Jahr ganz besondere Passionsspiele aufgeführt. Alle Informationen gibt es unter http://www.schweinfurt360.de im Internet.

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