Moderne Krankenversorgung und Forschung in denkmalgeschützten Gebäuden

Die Sanierung der denkmalgeschützten Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg aus dem Jahr 1878 ist nach mehr als zehn Jahren abgeschlossen. Sie betrifft einen umfangreichen Gebäudekomplex im Areal des Altklinikums in Heidelberg-Bergheim mit rund 6.500 Quadratmetern Nutzfläche. Die neu gestalteten Stationen und Ambulanzen bieten Patienten ein modernes Ambiente, das ihre Genesung unterstützt. Saniert wurde auch die benachbarte Psychosomatische Klinik mit ihren Ambulanzen und Therapieräumen für ambulante Psychotherapie. Die Sanierungs- und Neueinrichtungskosten der Kliniken belaufen sich insgesamt auf 22,9 Millionen Euro und werden vom Land Baden-Württemberg und vom Klinikum getragen.

Beide Kliniken gehören zum Zentrum für Psychosoziale Medizin (ZPM) am Universitätsklinikum Heidelberg, dem Zusammenschluss von drei Kliniken und zwei Instituten, in denen rund 600 Mitarbeiter jährlich einige 1.000 Patienten mit psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen t vom frühen Kindesalter bis zum hohen Erwachsenen-alter a versorgen.

Zur Eröffnung besuchte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, die sanierten Räume und informierte sich über die Behandlungsangebote und Forschungsprojekte des Zentrums. „Durch die Sanierung konnten zwei architektonische Kleinode im stadtnahen Altklinikum bewahrt werden, die gleichzeitig die hohen Ansprüche der modernen Krankenversorgung und Forschung erfüllen“, sagte sie bei einer Pressekonferenz.

Psychiatrische Klinik: Vollversorgung der Heidelberger Bevölkerung

Die Psychiatrische Universitätsklinik wird seit 2009 von der Ärztlichen Direktorin Professor Dr. Sabine Herpertz geleitet. Die Klinik blickt auf eine Historie berühmter Psychiater zurück, unter ihnen der Philosoph Karl Jaspers, deren Tradition, die enge Verbindung zwischen der naturwissenschaftlich fundierten Behandlung psychischer Erkrankungen und der Psychotherapie, bis heute in Deutschland einmalig ist und weiter gepflegt wird. Zur Klinik gehört auch die kunsthistorisch einmalige Sammlung Prinzhorn.

Die Klinik verfügt über 127 Betten und 41 tagesklinische Behandlungsplätze. 1987 bezog sie zusätzlich das nahegelegene Gebäude der Neurologie, die in die Kopfklinik übersiedelte.

Seit 2011 bietet die Klinik den Heidelberger Bürgern eine Versorgung aller akuten psychischen Erkrankungen vor Ort an – abgesehen von Suchtproblemen. Gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie betreibt sie in ihrem Haus ein Frühbehandlungszentrum, in dem Patienten von 12 bis 28 Jahren frühzeitig behandelt werden, um ihre Prognose zu verbessern. Weitere Schwerpunkte sind die Versorgung von Patienten mit Borderline-Syndrom, Depression, bipolarer Störung und Alters-demenz.

Psychosomatische Klinik: Brückenschlag zur Inneren Medizin

Die Psychosomatische Klinik wurde 1950 von Alexander Mitscherlich in der Tradition der Heidelberger Begründer der Psychosomatik Ludolf Krehl und Viktor von Weizsäcker gegründet. Ärztlicher Direktor ist seit 2004 Professor Dr. Wolfgang Herzog, der Geschäftsführende Direktor des Zentrums. Das renovierte Klinikgebäude im Bergheimer Campus stammt aus dem Jahr 1891. Als einzige Psychosomatische Abteilung in Deutschland ist die „Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik“ gleichzeitig in eine internistische Medizinische Klinik und in ein Zentrum für Psychosoziale Medizin integriert. Das „Drei-Stufen-Modell der Psychosomatik“ berücksichtigt das Beschwerdebild des Patienten: Je nach Ausprägung der körperlichen oder psychischen Beschwerden wird in der allgemein-internistischen Station, der internistisch-psychosomatischen Station oder in den auf Traumafolgestörungen, funktionelle Störungen, Depressionen und Essstörungen spezialisierten Psychosomatik- und Psychotherapie-stationen und der Tagesklinik behandelt.

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Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-4536
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de

Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter

91 / 2012

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