Mobile Operationssäle

Kinderherzchirurgie

Rund 20 Prozent der Bevölkerung ist bereits älter als 65 Jahre. Die Lebenserwartung steigt permanent an. Grund dafür sind die besseren Lebensbedingungen und natürlich die weiter entwickelte medizinische Versorgung. Ältere Menschen haben ein höheres Risiko, gesundheitliche Probleme zu entwickeln. Je mehr ältere Menschen es gibt, umso mehr Ärzte, Krankenhäuser und Pfleger werden benötigt. Immer mehr Krankenhäuser erreichen ihre maximalen Kapazitäten. Oft müssen Patienten monatelang auf Routineoperationen warten, weil nur begrenzt Operationssäle zur Verfügung stehen. Eine Möglichkeit, um Krankenhäuser zu erweitern, ohne große bauliche Veränderungen in Kauf nehmen zu müssen, sind mobile Operationssäle.

Was ist ein mobiler Operationssaal?

Krankenhäuser müssen zu jeder Zeit voll einsatzfähig sein. Selbst wenn die Operationsräume renoviert werden, kann der Betrieb nicht einfach stillstehen. Daher entscheiden sich immer mehr Klinikchefs für mobile Operationssäle. Dabei kann es sich um einen Standard-Container von Braun Container handeln, der so umgebaut wird, dass man darin wie in einem normalen Operationssaal arbeiten kann. Dazu muss man wissen, dass in früheren Jahren die Nutzbarkeit eines Operationssaals bei 30 bis 35 Jahren lag. In den letzten Jahrzehnten macht die Medizin so schnelle Fortschritte, dass ein Operationssaal bereits nach 10 bis 15 Jahren als veraltet gilt. Somit müssen Operationssäle öfter auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden als noch vor 50 Jahren. Wichtig dabei ist, den Klinikbetrieb aufrecht zu erhalten, damit den Patienten kein Schaden entsteht. Ein mobiler Operationssaal ist die ideale Alternative, da geplante Operationen weiterhin stattfinden können. Gerade bei Operationssälen müssen ausgeklügelte Technik und medizinisches Know-How optimal zusammenspielen. Mobile Operationssäle werden entweder auf LKWs aufgebaut oder am Boden verankert. Wichtig ist natürlich auch die Anbindung an die Bettenstation. Es muss ein sicherer Transport der Patienten von der Station in den OP gewährleistet sein.

Was steckt hinter mobilen Operationssälen?

Container werden nicht nur im Krankenhausbereich als „Ausweichquartier“ eingesetzt. Jeder kennt Container auf Baustellen, die als kleines Büro dienen. Auch manche Schulen nutzen sogenannte Containerklassen, um während einer Renovierung weiterhin den gewohnten Unterricht anbieten zu können. Bei Operationssälen ist die Situation etwas schwieriger, weil deutlich mehr Anforderungen an den Raum gestellt werden als bei Containern, die für andere Zwecke zum Einsatz kommen. Unter anderem muss auf folgende Aspekte besonders geachtet werden:

  • Stabiles Raumklima
  • Medizinische Gaszufuhrsysteme
  • Control Panels
  • Monitore müssen Platz finden und an das Stromnetz angeschlossen werden
  • Wärme- und Kühlschränke sind unterzubringen
  • Ausgeklügelte Raumluft-Technologie
  • Diverse Einbauschränke zum Verwahren des OP Werkzeugs

Besonders wichtig ist natürlich die stabile und sichere Anbindung an das Stromnetz – ein Ausfall hat in einem OP fatale Folgen.

Welche Vorteile bietet ein mobiler Operationssaal?

Mobile Operationssäle werden in Modulbauweise aufgestellt, jeder Klinikbetreiber entscheidet selbst, wie viele Container für den Betrieb des Krankenhauses notwendig sind. Nachdem alle Daten vorliegen und der Aufstellstandort bestimmt ist, ist nur mit sehr kurzer Bauzeit zu rechnen. In der Regel werden die Bauteile einzeln transportiert und vor Ort zusammengesetzt. Somit sind auch Einzelteile des mobilen Operationssaals später weiter zu verwenden. Mobile Operationssäle kommen in der Regel bei Umbauten oder Renovierungsarbeiten zum Einsatz. Manche Kliniken entscheiden sich auch für einen Container, der für längere Zeit auf dem Klinikgelände bleibt. Ein mobiler OP ist in jedem Fall günstiger, als das gesamte Klinikgelände umzubauen. Mobile OPs können auch bei Fortbildungen oder auf Universitäten eingesetzt werden. Der große Vorteil ist, dass man den mobilen OP transportieren und auf einer anderen Stelle wieder aufbauen kann. Die Ausstattung mobiler OPs wird exakt auf die Bedürfnisse der Klinik zugeschnitten. Manchmal werden auch Container aufgestellt, weil ein Krankenhaus sein Leistungsspektrum erweitert und aus diesem Grund mehr Operationssäle notwendig werden. Manche Universitätskliniken lassen auch eigens einen mobilen OP Saal für Übungszwecke errichten. Dann können die Ärzte in Ausbildung direkt vor Ort an Kursen und Fachvorträgen teilnehmen, ohne das Klinikgelände verlassen zu müssen.

 

Fazit

Mobile Operationssäle sind einen ideale Möglichkeit, um dem Mehrbedarf an medizinischer Versorgung gerecht zu werden. Steht in einem Krankenhaus ein Umbau an, müssen die Patienten an andere Kliniken verwiesen werden, sondern können am Klinikgelände operiert werden. Außerdem sind die Container auch eine ideale Möglichkeit, um neue Abteilungen im Falle einer Expansion unterzubringen.

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