Mit Struktur zum Wohl von Schwerverletzten

Erfolg für die Versorgung von schwerverletzten Patienten in Niedersachsen: Neun Kliniken im Traumanetzwerk Hannover werden am Donnerstag, 3. November 2011, offiziell die Zertifizierungsurkunden übergeben. „Mit dem Traumanetzwerk Hannover wird die Versorgung schwerverletzter Patienten in Niedersachsen entscheidend verbessert“, betont Professor Dr. Christian Krettek, Sprecher des Traumanetzwerkes und Direktor der Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Unser Ziel ist Strukturen zu schaffen, die eine zuverlässige Aufnahme schwerverletzter Patienten in eine für die Traumaversorgung zertifizierte Klinik gewährleisten“, ergänzt Professor Dr. Helmut Lill, stellvertretender Sprecher des Traumanetzwerks und Direktor der Unfallchirurgischen Klinik des Diakoniekrankenhauses Friederikenstift in Hannover.

Bei einem Pressegespräch im Vorfeld der Feierstunde am

– Donnerstag, 3. November 2011,
– um 15 Uhr,
– in der MHH, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover, Gebäude I1, Senatssitzungssaal

wollen unsere Experten die Vorzüge des Traumanetzwerkes vorstellen. Ihre Gesprächspartner sind

– Professor Dr. Steffen Ruchholtz, Arbeitskreis Umsetzung Weissbuch / TraumaNetzwerkD der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (AKUT)
– Professor Dr. Christian Krettek, Sprecher des Traumanetzwerkes und Direktor der Klinik für Unfallchirurgie der MHH
– Professor Dr. Helmut Lill, stellvertretender Sprecher des Traumanetzwerks und Direktor der Unfallchirurgischen Klinik des Diakoniekrankenhauses Friederikenstift
– eine Patientin, die schwerverletzt innerhalb des Traumanetzwerk Hannover verlegt wurde.

Wir bieten Medienvertretern an, im Vorfeld in den beteiligen Kliniken zu fotografieren oder zu drehen. Während des Pressegesprächs wollen wir ein Foto vor dem Rettungshubschrauber oder einem Rettungswagen ermöglichen. Journalisten sind eingeladen, an der Feierstunde im Anschluss an das Pressegespräch teilzunehmen.

Außer der MHH und dem Friederikenstift erhalten noch die Unfallchirurgischen Kliniken der folgenden Krankenhäuser ihre Zertifizierungsurkunden: KRH Klinikum Nordstadt, St. Ansgar Klinikverbund (Klinik Sulingen), KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen, KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge, St. Bernward Krankenhaus Hildesheim, Klinikum Hildesheim, Sana Klinikum Hameln-Pyrmont.
16 weitere Kliniken befinden sich derzeit im Auditierungsprozess für die Teilnahme am Traumanetzwerk Hannover.

Das Traumanetzwerk Hannover ist als erster Zusammenschluss in Niedersachsen auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie entstanden. Die Gesellschaft hat ein organisatorisches Konzept geschaffen, wie Netzwerke unfallchirurgischer Kliniken unterschiedlicher Versorgungsstufen geknüpft werden können. Schwere Verletzungen nach Unfällen sind in Deutschland die häufigste Todesursache bei jungen Patienten unter 40 Jahren.

Wie gut das Traumanetzwerk funktioniert, zeigt das Beispiel einer jungen Patientin, die von einer Straßenbahn erfasst und schwer verletzt worden war. Die 22-Jährige wurde unter anderem mit einem Schädel-Hirn-, einem Brustkorb-Trauma und einer Ruptur der Hauptschlagader in das Nordstadt Krankenhaus in Hannover eingeliefert, wo die Erstversorgung vorgenommen wurde. Aufgrund der in der Medizinischen Hochschule möglichen kombinierten unfallchirurgisch-neuro- und herzthoraxchirurgischen operativen Versorgung wurde eine Verlegung in die Medizinische Hochschule vorgenommen. Die Patientin konnte gerettet werden und nimmt an dem Pressegespräch teil.

Weitere Informationen und Absprachen zu Foto- oder Filmaufnahmen bitte über die Traumastiftung der MHH, Anne Beiersdorf, beiersdorf@traumastiftung.de, (0511) 532-2027.

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