Mit kostenloser Umweltwärme effizient heizen

(djd). Ein Gesetz mit dem sperrigen Namen Erneuerbare Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) verpflichtet Bauherren, den Energiebedarf ihres neuen Hauses anteilig aus regenerativen Energien zu decken. Wer sich für Umweltenergie aus einer Wärmepumpe entscheidet, muss die benötigte Wärme für Heizung und Warmwasser zu mindestens 50 Prozent darüber beziehen. In einem modernen Haus mit niedrigem Energiebedarf ist es ohne weiteres möglich, den gesamten Gebäudewärmeenergiebedarf über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe abzudecken.

Einfacher Einbau ohne Grabungen und Bohrungen

„Wegen der günstigen Investitionskosten und dem leichten Einbau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe eine interessante Lösung“, sagt Ralf Gößwein von der Initiative Wärme+ in Berlin. Als Hauptgrund nennt er die einfache Aufstellung, die ohne aufwendige Grabungen oder Bohrungen erfolgt. Einige Hersteller bieten sogar Geräte an, die ohne Technikraum im Haus komplett im Freien aufgestellt werden können. Ein thermodynamischer Kreislauf, wie er im Prinzip auch in Kühlschränken eingebaut ist, fängt die Umweltwärme mit Hilfe eines Kollektors oder Verdampfers ein und bringt sie über Druck in einem Kompressor auf ein höheres Temperaturniveau. Dabei gewinnt die Wärmepumpe etwa drei- bis fünfmal so viel Heizwärme aus der Umwelt wie sie an elektrischer Antriebsenergie verbraucht. Mehr Informationen dazu gibt es unter http://www.waerme-plus.de im Internet.

Den größten Teil der Energie liefert die Umwelt gratis

Ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie gibt an, wie das Verhältnis von Heizungswärme und eingesetztem Strom ausfällt. Eine JAZ von vier bedeutet, dass 75 Prozent der Energie aus der Umwelt und 25 Prozent aus der Steckdose stammen. Für einen Wärmebedarf von 20.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr müssten in diesem Fall nur 5.000 kWh vom Energieversorgungsunternehmen gekauft werden. Je höher die JAZ, desto effizienter ist die Wärmepumpe. Zu beachten ist aber, dass der Wert im Vorfeld berechnet ist. Dämmung und Bauart des Hauses, Wärmeverteilung, geografische Lage, Wetter und die Heizgewohnheiten sind ebenfalls zu berücksichtigen.

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