Mit höheren Ernten erfolgreich gegen den Hunger

Vor knapp fünf Jahren hat es sich ein internationales Team unter der Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zur Aufgabe gemacht, den Ertrag der tropischen Maniokpflanze deutlich zu steigern. Unterstützt werden die Forscherinnen und Forscher des Cassava-Source-Sink-Projektes dabei von der Bill & Melinda Gates-Stiftung, die sich das Ziel gesetzt hat, Krankheit, Hunger und Armut in Entwicklungsländern zu bekämpfen. Weltweit stellt Maniok hinter Mais, Reis und Weizen mittlerweile die viertgrößte Quelle von Kohlenhydraten dar. Kürzlich hat die Stiftung beschlossen, die Arbeit Forschungsgruppe mit weiteren 15 Millionen Dollar über die nächsten fünf Jahre zu fördern.

Die Strategie der Forschungsgruppe ähnelt dabei dem Züchtungsansatz für moderne Nutzpflanzen. Durch eine Verschiebung im pflanzlichen Wachstumsverhältnis wird versucht, den erntebaren Teil der Pflanze, im Fall von Maniok die stärkehaltige Speicherwurzel, gegenüber dem restlichen Teil der Pflanze zu erhöhen. Erste Feldversuche sind bereits in Afrika und Asien gestartet. Im November werden die Ergebnisse eines Feldversuchs mit unterschiedlichen Pflanzenlinien erwartet. „Wir gehen nach dem ersten Jahr mit Feldversuchen davon aus, dass sicherlich Pflanzen dabei sind, die bereits einen höheren Ertrag erzielen, jedoch werden weitere Optimierungen folgen müssen“, sagt Prof. Dr. Uwe Sonnewald vom Lehrstuhl für Biochemie der FAU. Bis die Pflanzen wirklich bei den Bauern in Afrika ankommen, dürfte es noch bis zu zehn Jahre dauern.

Link zur ausführlichen Pressemeldung:
https://www.fau.de/2019/09/news/wissenschaft/mit-hoeheren-ernten-erfolgreich-gegen-den-hunger/

Projekt-Webseite: http://www.biochemie.nat.uni-erlangen.de/Cassava/index.html

Ansprechpartner für Medien:
Prof. Dr. Uwe Sonnewald
Tel.: 09131/85-28255
uwe.sonnewald@fau.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Uwe Sonnewald
Tel.: 09131/85-28255
uwe.sonnewald@fau.de

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