Mit Geld vom Staat für den Pflegefall vorsorgen

(djd). Anders als vielfach angenommen trägt die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Kosten im Pflegefall. In der höchsten Pflegestufe III etwa gibt es maximal 1.550 Euro pro Monat – bei vollstationären Gesamtkosten von über 3.200 Euro entsteht eine Versorgungslücke von mehr als 1.650 Euro. Das eigene Vermögen ist dann schnell aufgebraucht, danach werden grundsätzlich Ehepartner und Kinder zur Kasse gebeten.

Umfrage: Großes Vertrauen in Angehörige

Auf diesen Ernstfall sind die Deutschen insgesamt schlecht vorbereitet, das zeigt eine bundesweite, repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen. So gaben 37 Prozent an, dass sie keine Ahnung hätten, wer im Pflegefall ihre Betreuung übernehmen könnte beziehungsweise die Kosten dafür. 26 Prozent gehen davon aus, dass sich ihr Ehepartner um sie kümmert, 16 Prozent erwarten das von ihren Kindern. Dabei ist die Verunsicherung groß: Wenn sie plötzlich einen nahen Angehörigen zu pflegen hätten, wüssten 60 Prozent der Befragten nicht, an wen sie sich wenden sollten, um Informationen zu bekommen.

„Pflege-Bahr“ soll zu privater Vorsorge animieren

Die neuen Angebote zur Förderpflege sollen den Einstieg in private Pflegezusatzversicherungen erleichtern. Diese Tarife erfüllen bestimmte Kriterien und werden vom Staat mit einem Zuschuss gefördert. Versicherte müssen einen Beitrag von mindestens zehn Euro monatlich selbst leisten, der Staat gibt fünf Euro pro Monat dazu. So erhält man mit geringem Einsatz einen ansehnlichen Versicherungsschutz in allen Pflegestufen.

Die staatlich geförderte DEVK-Förderpflege beispielsweise zahlt im Pflegefall ein Leben lang, ohne Kostennachweis und steuerfrei. Wie viel Geld die Versicherten bekommen, richtet sich danach, wie alt sie bei Vertragsabschluss waren. Wer sich in jungen Jahren für die Förderpflege entscheidet, kann im Pflegefall hohe monatliche Zahlungen erwarten – bis 1.470 Euro in Pflegestufe III. Für Personen ab 40 Jahre bietet sie eine sinnvolle Grundabsicherung mit staatlicher Förderung und ohne Gesundheitsprüfung. Hier gibt es mindestens 600 Euro in Pflegestufe III.

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