Mit Forschungsprojekten Ernährungssicherheit voranbringen

Jedes Jahr rufen die Vereinten Nationen (UN) am 16. Oktober zum Welternährungstag dazu auf, Ressourcen zu mobilisieren um die Ernährungssicherung der globalen Bevölkerung und die Minderung des weltweiten Hungers voranzutreiben. Der weltweite Bedarf an gesunder Nahrung, Futtermitteln und Biokraftstoffen kann unter dem Druck von Finanzkrisen, steigenden Energiepreisen, Klimawandel und Bevölkerungswachstum nicht gedeckt werden. Allerdings hat dieser Druck bewirkt, dass Ernährungssicherung Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, besonders in den armen Regionen der Welt, seit einigen Jahren wieder hoch auf der politischen Agenda stehen.

Der Projektträger BLE fördert im Auftrag des BMELV unterschiedliche Forschungsvorhaben, um Armut zu reduzieren, globale Ursachen zu erforschen und Lösungen aufzuzeigen. Durch den Klimawandel müssen stets neue Strategien im Pflanzenbau entwickeln werden. So werden beispielsweise Kleinbauern in Ostafrika unterstützt, ihre bestehenden Techniken und Lösungen passgenau an die lokalen Bedingungen anzupassen. An dieser Aufgabe arbeitet ein Forschungskonsortium mit Wissenschaftlern aus Österreich, Deutschland, Äthiopien und Kenia vor Ort gemeinsam mit den Bauern.

Ein weiterer limitierender Faktor für Afrikas landwirtschaftliche Produktivität ist das Wasser. Forscher aus Deutschland, Elfenbeinküste, Namibia, Kenia, Algerien und der Türkei untersuchen innovative Bewässerungstechnologien. Insbesondere wird die wassersparende Unterflurbewässerung (Subsurface Irrigation) betrachtet. Weiterbildungsmaßnahmen und Feldtage in Afrika erlauben es Produzenten, die Technik kennen zu lernen.

Die Joint Programming Initiative FACCE hat auf europäischer und internationaler Ebene mit Forschungsprojekten und Konsortien das Ziel, den großen Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum und Klimawandel gerecht zu werden und nationale Programme zu harmonisieren. Das Thema Ernährungssicherung wird hier durch die gemeinsame Bekanntmachung „Food Security and Land Use Change“ mit dem Belmont-Forum bearbeitet.

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