Mit einer Erkältung in die Sauna – darf ich das?

Mit einer Erkältung in die Sauna

Mit einer Erkältung in die Sauna? Bei einer Erkältung heißt es immer, warme Bäder und ausgiebiges Schwitzen unterstützen den Körper bei der Krankheitsabwehr. Durch den Schweiß wird das Immunsystem lästige  Krankheitserreger los, da es sie so aus dem Körper spült. Und doch soll man bei einer akuten Erkältung oder Grippe auf keinen Fall in die Sauna. Wie passt das zusammen?

Mit einer Erkältung in die Sauna?

Der Saunagang als Vorbeugende Maßnahme zur Stärkung des Immunsystems ist nicht nur in einschlägigen Saunanationen wie Finnland oder Russland eines der bekanntesten Hausmittel der Gesundheitsvorsorge, auch in Deutschland sind Saunagänger davon überzeugt, dass regelmäßiges Schwitzen und Saunieren dem Körper gut tut. Der Grund: bei erhöhter Körpertemperatur arbeiten die Zellen in unserem Körper besser, d.h. der Stoffwechsel wird angeregt. Dadurch werden die Immunzellen verstärkt aktiviert, wodurch diese Krankheitserreger besser bekämpfen können. Leistungsfähigere Immunzellen eliminieren im Idealfall unerwünschte Erreger im Körper schon, bevor sich Symptome wie Schnupfen oder Entzündungen manifestieren können.

Die erhöhte Körpertemperatur wird entweder von „Innen“ durch Fieber erreicht, oder aber von „Außen“ durch einen Saunabesuch. Dabei ist es völlig egal, ob man in eine typische Dampfsauna geht, oder aber die Körpertemperatur in einer Infrarotkabine um ein bis zwei Grad erhöht. Edinger etwa bietet in seinem Wellnessshop Infrarotkabinen von Karibu für den Hausgebrauch an, aber auch konventionelle Saunamodelle. Der Unterschied der Infrarottechnik zur Ofensauna ist, dass die Infrarotstrahlen  die Körperoberfläche erwärmen, die Umgebungsluft sich jedoch nicht aufheizt. Anders als bei der Sauna, bei der die Raumtemperatur auf Temperaturen zwischen 80 bis 100 °C erhöht wird. Egal wie man Sauniert, ein gesunder Körper kann durch regelmäßiges Schwitzen gegen Erkältungen abgehärtet werden.

Wenn man jedoch bereits Krank ist und der Körper von sich aus Krankheitserreger mit einem natürlichen Fieber bekämpft, stresst und schädigt ein zusätzlicher Saunabesuch den Körper nur unnötig. Die Hitze steigert zwar den Stoffwechsel der Immunzellen, schwächt den Körper jedoch temporär. So passiert es nicht selten, dass sich die körperliche Verfassung bei ersten Anzeichen für eine Erkältung nach einem Saunabesuch deutlich verschlechtert. Außerdem setzt man andere Menschen beim Besuch einer öffentlichen Sauna mit einer Erkältung einer Ansteckungsgefahr aus.  Bei Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen kann das künstliche Fieber in der Sauna sogar ernsthafte Gesundheitliche Schäden zur Folge haben.

Bei einer Erkältung braucht der Körper in erster Linie Ruhe, um die Bekämpfung des Infektes kümmert er sich durch natürliches Fieber und intensives Schwitzen am besten unter der Bettdecke. Nach dem Abklingen der Symptome lässt sich regelmäßiges Schwitzen in der Sauna oder Infrarotkabine allerdings gezielt zur Erkältungsprophylaxe einsetzen.

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