Mit einem guten Gefühl spenden

(djd). Mehr als drei Milliarden Euro spenden die Bundesbürger laut TNS Infratest jährlich für soziale und gemeinnützige Zwecke. Gerade bei plötzlichen Ereignissen wie Naturkatastrophen versuchen viele, mit Geldspenden die Not zu lindern. Aber wie lassen sich vertrauenswürdige Spendenaufrufe von weniger seriösen Organisationen unterscheiden? Einige wichtige Kriterien sorgen für mehr Überblick.

Unabhängiges Spendensiegel

So stellen zum Beispiel unabhängige Prüfsiegel sicher, dass Organisationen regelmäßig – mindestens im Abstand von zwei Jahren – ihre Wirtschaftlichkeit darlegen müssen. Großes Renommee genießt dabei das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das auf seiner Homepage http://www.dzi.de zudem viele weitere Hinweise und Empfehlungen für Spender bereithält. Das vom DZI vergebene „Spenden-Siegel“ gilt als ein wichtiger Maßstab für seriöse Hilfswerke. Aktion Deutschland Hilft beispielsweise ist das erste und bisher einzige Bündnis von Hilfsorganisationen, das vom DZI als besonders förderungswürdig eingestuft wurde und das Siegel führen darf. Daneben wurde es im Jahr 2010 mit dem „Transparenzpreis“ der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers ausgezeichnet.

Direkte Hilfe für notleidende Menschen

Auf der Seite http://www.aktion-deutschland-hilft.de werden zahlreiche Projekte ausführlich dargestellt. Viele Spender bewegt die Frage, in welchem Umfang die Unterstützung tatsächlich bei den Betroffenen ankommt. Finanzielle Transparenz einer Hilfsorganisation – etwa eine Antwort auf die Frage, wie viel Prozent der Spenden für professionelle Verwaltung im Sinne qualitativer Hilfe ausgegeben wird – sollte daher eigentlich selbstverständlich sein. Liegen klare Projektbeschreibungen oder regelmäßige Berichte durch die Hilfsorganisation nicht vor, sollten Spender misstrauisch werden – genauso wie bei Vereinen, die einen hohen emotionalen Druck ausüben.

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