Mit der neuen LDM®-Technologie gegen offene Beine

Die Universitäts-Hautklinik Heidelberg untersucht die Wirksamkeit einer neuen und schmerzlosen Therapiemethode: Mit Hilfe von speziellem Ultraschall soll die Heilung chronischer offener Beine positiv beeinflusst werden. Vorstudien haben bereits gute Ergebnisse gezeigt. Für eine systematische Studie sucht Studienleiter Dr. Christian Moser aus der Hautklinik des Universitätsklinikums Heidelberg betroffene Patienten, die bisher erfolglos behandelt worden sind.

Offene Beine sind schwer zu behandeln und belasten das Gesundheitssystem. In Deutschland sind weit mehr als 1 Million Menschen betroffen. Meist handelt es sich um Wunden, die durch Druck von außen, Diabetes oder Krampfadern begünstigt wurden. Trotz unterschiedlicher Ursachen verläuft die Heilung ähnlich: Auf eine Entzündung folgt die Neubildung von Blutgefäßen sowie der Aufbau von Granulationsgewebe. Im besten Fall bildet sich eine neue oberflächliche Hautschicht. Bei vielen Patienten schafft die ursächliche Erkrankung jedoch ungünstige Voraussetzungen für eine positive Wundheilung. Hier setzt das neue LDM®-Verfahren an.

Bindegewebe wird aufgebaut

Bei der neuen LDM®-Methode (Lokale Dynamische Mikromassage) handelt es sich um eine schmerzfreie Ultraschallbehandlung. Neu daran ist der schnelle Wechsel zwischen zwei Frequenzen, der für eine konstante Mikromassage im Gewebe sorgt, was mit konventionellem Ultraschall bisher nicht erreicht werden konnte sowie die Anwendung von sehr hohen Ultraschallfrequenzen von 10 MHz. Dadurch bleiben die absoluten Druckwerte im Gewebe bei gleicher Intensität konstant. Die das Gewebe schädigende Wirkung bestimmter Enzyme wird reduziert oder sogar komplett unterbunden. Der zur Wundheilung wichtige Bindegewebsstoffwechsel kann normalisiert werden, die Kollagenproduktion wird angeregt, die Abheilung der chronischen Wunde wird in Gang gesetzt.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Für die Studie werden Patienten mit chronischen Beinulzera nach erfolgloser Therapie gesucht. Die LDM®-Behandlung ist schmerzfrei, mind. drei 15-minütige Termine pro Woche sind nötig. Mit mindestens 10 Behandlungseinheiten pro Patient ist zu rechnen.

Bei Interesse wenden Sie sich an die Phlebologische Ambulanz an der Universitäts-Hautklinik Heidelberg:
Tel.: 06221 / 56 67 39
E-Mail: christian.moser@med.uni-heidelberg.de

Literatur:
Sontag W., Kruglikov I. L.(2009) Expression of heat shock proteins after ultrasound exposure in HL-60 cells. Ultrasound in Med. & Biol. 35 (6): 1032-104

Weitere Informationen über die Phlebologische Ambulanz:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Phlebologische-Ambulanz.1074.0.html

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

HD
(idw, 01/2010)

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