Mit Brief und Siegel

(djd). Wer den Bau eines Hauses und damit eine der wichtigsten Entscheidungen seines Lebens plant, der möchte vor allem Sicherheit. Orientierung dabei geben Qualitätssiegel, die immer mehr Unternehmen und Anbieter für sich nutzen. Doch welche Siegel stehen für Bauqualität, und welche dienen eher Werbezwecken?

Mindeststandards für Qualitätssiegel

Die entsprechende Orientierung ist für den Verbraucher oftmals schwierig. Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) hat daher Vorschläge für Mindestanforderungen an Qualitätssiegel im Baubereich erarbeitet. „Die Einführung von Mindeststandards entspricht nicht nur den Interessen der Verbraucher, sondern auch des Baugewerbes und des Handwerks, weil sie den Wettbewerb fördert“, erläutert Rainer Huhle, Geschäftsführer des BSB.

Vergleichbare Qualität und Transparenz

Transparenz über die Hintergründe des jeweiligen Siegels gehört für Huhle ebenso dazu wie die Möglichkeit zur verbindlichen Einbeziehung des Siegels in Bau- und Kaufverträge. Dazu gehört auch eine Hinweispflicht, wenn in Teilen von den definierten Qualitätskriterien abgewichen wird. Zwischen den Trägern von Qualitätssiegeln und der zertifizierenden Institution sollten keine wirtschaftlichen Verflechtungen bestehen, die Trägerinstitution müsse zudem deutlich erkennbar und klar beschrieben sein. Ebenso wichtig sei ein zuverlässiger Nachweis, dass die festgelegten Qualitätsstandards auch eingehalten würden und überprüfbar seien, so Huhle. Die Messlatte müsse bei den aktuellen Anforderungen des Stands der Technik liegen und auf klaren Maßstäben wie Normen, anerkannten Leitlinien oder Verbandsrichtlinien beruhen. Gewährleistet werden könne dies nur durch eine systematische Eigen- und Fremdüberwachung auch durch unabhängige Dritte. „Der Bauherr muss vor Vertragsabschluss wissen, welche Leistung und welche Qualität er für sein Geld bekommt“, resümiert Huhle. Zu den Aktivitäten und Angeboten des BSB gibt es unter http://www.bsb-ev.de weitere Informationen.

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