Mit allen Wassern gewaschen

(djd). Nicht nur dem Reinheitsgebot fühlen sich die deutschen Brauereien verpflichtet: Auch der sorgsame Umgang mit Ressourcen und umweltverträgliche Herstellungsprozesse zählen heute zu den Kernzielen der Traditionsunternehmen. So konnte der Wasserverbrauch bei der Produktion eines Liters Bier nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds im Schnitt auf drei bis fünf Liter gesenkt werden – vor einigen Jahren waren es noch acht Liter. Und schon seit 1966 bereitet beispielsweise die Brauerei C. & A. Veltins ihr anfallendes Abwasser in der hauseigenen Kläranlage auf. Hier gewährleisten die Fachkräfte für Abwassertechnik die Einhaltung sämtlicher Vorgaben. Zudem wird das Abwasser schneller und sorgfältiger gereinigt, denn bei einer Kläranlage, die unabhängig von der kommunalen Anlage arbeitet und nur aus einer Abwasserquelle gespeist wird, kann effizienter gereinigt werden.

Fachkräfte für Abwassertechnik sorgen für reibungslosen Ablauf

Die Fachkräfte für Abwassertechnik kümmern sich um den reibungslosen Ablauf innerhalb der Anlage. Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre, eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre ist bei entsprechenden schulischen und betrieblichen Leistungen möglich. „Die Ausbildung zeichnet sich vor allem durch moderne Lernmethoden und praxisnahes Lernen aus“, betont Ulrich Biene von Veltins. Für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist die mittlere Reife beziehungsweise die Fachoberschulreife erforderlich. „Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern, vor allem der Chemie und Biologie, ist von Vorteil“, erläutert Biene. Zudem seien handwerkliches Geschick, ein gutes technisches Verständnis und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein nötig, um zuverlässig und selbstständig arbeiten zu können.

Überwachen, steuern, regeln

Die Tätigkeiten der Fachkraft für Abwassertechnik sind in erster Linie das Überwachen, Steuern und Regeln des Reinigungsprozesses in der Kläranlage. Um die biologische Anlage auf einem optimalen Betriebspunkt fahren zu können und die einzuhaltenden Ablaufwerte kontrollieren zu können, sind zusätzlich analytische Arbeiten im Labor nötig.

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