Mission erfüllt

Ihr Augenmerk lag auf seltsamen Lebewesen mit atemberaubenden Eigenschaften: Die Juniorgruppe „Computational Biology“ am HITS beschäftigte sich mit dem Erbgut von Salamandern und Plattwürmern. Nach fast fünf Jahren intensiver Forschung gelang es Gruppenleiter Dr. Siegfried Schloissnig und seinem Team, gemeinsam mit Kollegen aus Dresden und Wien, das Genom des mexikanischen Salamanders Axolotl und des Plattwurms Schmidtea mediterranea zu entschlüsseln. Beide Tiere sind wichtige Organismen in der Regenerationsforschung. Die Forschungsergebnisse wurde im Fachjournal „Nature“ veröffentlicht und erreichten eine hohe Medienresonanz.

Eine neue Software für die Regenerationsforschung

Schloissnig und seine Mitarbeiter Philipp Bongartz, Philipp Kämpfer, Martin Pippel und Sean Powell entwickelten dafür seit 2013 eine völlig neue Software, den Genom-Assembler „MARVEL.“ Das Programm kann ein Genom auch aus extrem großen oder hoch repetitiven Erbgutinformationen rekonstruieren. „Damit ist unsere Mission erfüllt“, freut sich Siegfried Schloissnig. Der gebürtige Klagenfurter kehrt in seinem nächsten Karriereschritt zurück nach Österreich: Er ist künftig am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien für den informatischen Teil der Regenerationsforschung zuständig.

„Das HITS ist ein privilegierter Ort, denn hier konnten wir in angenehmer Umgebung ungestört unserer Arbeit nachgehen“, resümiert Schloissnig. „Und wir hatten dank unseres Stifters Klaus Tschira genügend Zeit und keinen Publikationsdruck.“

HITS-Juniorgruppen: Förderung von Nachwuchsforschern

Mit der Einrichtung von Juniorgruppen will das HITS ambitionierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihrem Karriereweg unterstützen. In diesem Jahr plant das HITS die Einrichtung von zwei Juniorgruppen, die sich mit „Machine Learning“ und „Computational Materials Science“ befassen. Darüber hinaus nimmt die Juniorgruppe von Andreas Bauswein, der einen ERC Starting Grant erhalten hat, im Mai 2018 ihre Arbeit auf.

Die Forschungsleistung der Juniorgruppe „Computational Biology“ im Überblick:

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