Mirjam Jenny ist neue leitende Wissenschaftlerin des Harding-Zentrums für Risikokompetenz

Mirjam Jenny promovierte 2013 an der Universität Basel im Fachbereich Psychologie. Von Januar 2013 bis März 2015 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsbereich „Adaptive Rationalität“ des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, anschließend arbeitete sie als Datenanalystin bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Zu Beginn des neuen Jahres wechselte Mirjam Jenny nun an das Harding-Zentrum für Risikokompetenz, das an das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung angegliedert ist.

Zu Mirjam Jennys Forschungsinteressen zählen unter anderem die Erforschung von Entscheidungsprozessen und die Entwicklung von Entscheidungshilfen im medizinischen Bereich. So entwickelte sie beispielsweise einen Vier-Fragen-Schnelltest zur Erkennung von Depressionen. Dieser soll Allgemeinmedizinern, die häufig die erste Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Erkrankungen sind, eine einfache Entscheidungshilfe für die schnelle Bestimmung von Depressionen an die Hand zu geben. Für ihre Dissertation über kognitive Grundlagen von Entscheidungsprozessen ist sie mit dem Emilie Louise Frey-Preis 2013 und der Otto-Hahn-Medaille 2014 ausgezeichnet worden.

Mirjam Jenny übernimmt nun am Harding-Zentrum für Risikokompetenz die Position von Odette Wegwarth, die seit Sommer 2015 den Vorstandsvorsitz der Stiftung Gesundheitswissen innehat. Zur Zielsetzung des Harding-Zentrums zählt die Vermittlung von Risikokompetenz in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, darunter auch im medizinischen Bereich. So erarbeitet dieses unter anderem sogenannte Faktenboxen, die Patienten und Ärzten bei der Einschätzung von Nutzen und Gefahren von Behandlungsmethoden – wie beispielsweise dem Mammographie-Screening oder ausgewählten Impfungen – helfen sollen.

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Harding-Zentrum für Risikokompetenz
Im Fokus der Forschung des wissenschaftlichen Teams um Prof. Dr. Gerd Gigerenzer steht die Vision des mündigen Bürgers, der mit den Risiken einer modernen technologischen Welt kompetent umzugehen versteht. Das Harding-Zentrum wurde durch die großzügige Spende des Londoner Global Investment Managers David Harding gegründet und ist an das Max-Planck- Institut für Bildungsforschung in Berlin angegliedert.

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wurde 1963 in Berlin gegründet und ist als interdisziplinäre Forschungseinrichtung dem Studium der menschlichen Entwicklung und Bildung gewidmet. Das Institut gehört zur Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.

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