Millionen für neue Promotionsstellen

Ubiquitin – so heißt ein kleines, aber lebenswichtiges Protein, das praktisch überall im Körper vorkommt. Es kontrolliert unter anderem den Abbau überschüssiger Proteine und vermittelt Signale, die die Zellteilung steuern. Fehler im Ubiquitin-System des Körpers können fatal sein, denn sie tragen zu Krebs, Infektionskrankheiten oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer bei.

Über welche biochemischen Mechanismen wirkt Ubiquitin, und wie machen Fehlfunktionen des Ubiquitin-Systems den Menschen krank? Danach fragt ein neues Graduiertenkolleg, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der Universität Würzburg bewilligt hat. Sein Name: „Ubiquitylierung verstehen: Von molekularen Mechanismen zu Krankheiten“. Sein Sprecher: Professor Alexander Buchberger vom Lehrstuhl für Biochemie.

Wie die DFG das neue Kolleg fördert

In Graduiertenkollegs arbeiten Promovierende interdisziplinär an einem gemeinsamen Oberthema und in einem strukturierten Forschungsprogramm. Die DFG fördert das neue Würzburger Kolleg ab April 2017 viereinhalb Jahre lang mit voraussichtlich rund 4,5 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Finanzierung von 15 Promotionsstellen, die demnächst international ausgeschrieben werden.

Welche Disziplinen beteiligt sind

An dem Graduiertenkolleg sind die Disziplinen Medizin, Biologie, Chemie und Pharmazie beteiligt. Die teilnehmenden Hochschullehrerinnen und -lehrer forschen im Biozentrum, im Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin, im Comprehensive Cancer Center Mainfranken und im Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie.

Kontakt

Prof. Dr. Alexander Buchberger, Lehrstuhl für Biochemie, Universität Würzburg, T (0931) 31-88031, alexander.buchberger@biozentrum.uni-wuerzburg.de

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