Microdosing – Definition und Therapiemöglichkeiten

Microdosing – Definition und Therapiemöglichkeiten

Microdosing. Wer an den Konsum von Cannabis, LSD oder Mushrooms denkt, verknüpft dies mit abgefahrenen Visualisierungen, einer berauschenden Wirkung und einem heftigen Trip. Doch es geht auch anders: Vor einiger Zeit hat sich das so genannte Microdosing zum Trend entwickelt. Dabei nimmt man eine viel geringere Dosis der Substanz, so dass man nicht high wird, aber von den vielen positiven Wirkmechanismen profitiert. Was genau es mit Microdosing auf sich hat, welche Wirkung man erwarten kann und ob der kontrolliert niedrige Konsum legal ist? Wir verraten es im Beitrag „Microdosing – Definition und Therapiemöglichkeiten“.

Beim Microdosing bzw. Mikrodosierung handelt es sich um die Einnahme psychedelischer Substanzen in einer viel kleineren Menge als man für einen Trip oder dafür bräuchte, high zu werden. Die Wirkung soll leichter und zielgerichteter sein. Befürworter sprechen von vielen positiven Effekten im Alltag.

Wobei kann Microdosing helfen?

Noch ist die Studienlage zur Wirksamkeit von Microdosing dünn. Viele Anwender sind allerdings von der positiven Wirkung überzeugt. Beliebt ist Microdosing insbesondere bei Depressionen und Angststörungen. Das verwundert nicht, gibt es doch einige Experten, die der Überzeugung sind, Antidepressiva sind langfristig wirkungslos. Man vermutet, dass Microdosing die Aktivität von Serotoninrezeptoren im Gehirn beeinflusst und damit eine ähnliche Wirksamkeit wie Antidepressiva haben könnte. Denn Serotonin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Motivation, Stimmung und Emotionen.

Studienergebnisse und individuelle Eindrücke von denjenigen, die bereits Erfahrung im Microdosing haben, berichten unter anderem von folgender Wirkung:

  • verbesserte Konzentration
  • erhöhte Kreativität
  • reduziert Verstimmungen und Stress
  • steigert Energie und Belastbarkeit
  • verbessert Menstruationsbeschwerden

Wie sieht die richtige Dosierung beim Microdosing aus?

Der bewusste Konsum von Kleinstmengen an psychedelischen Substanzen sollte nur erfolgen nachdem man sich ausreichend informiert hat. So ist zum Beispiel die Dosierung sehr individuell und von verschiedenen Faktoren wie Körpergewicht und individueller Toleranz abhängig. Die richtige Menge beim Microdosing kann zwischen 5 und 20 Mikrogramm LSD liegen.

Wichtig ist, langsam anzufangen und die Dosis nur schrittweise zu steigern. Dadurch kann auf die individuelle Toleranz geachtet werden. Die meisten beginnen mit 5 Mikrogramm und steigern die Dosis dann langsam auf 10 oder bis zu 20 Mikrogramm. Mit der Zeit kann sich beim Körper ein Gewohnheitseffekt einstellen. Deshalb sollte es ausreichend Pausen zwischen den Anwendungen geben.

Ist Microdosing in Deutschland legal?

Vielerorts ist Microdosing illegal. Umso wichtiger ist, sich im Vorfeld über die Gesetze und Vorschriften im eigenen Land zu informieren und Produkte nur von seriösen Anbietern zu kaufen. Zwar ist die psychedelische Substanz LSD illegal, doch es gibt legale Alternativen. Legale Produkte im LSD Shop sind Abkömmlinge des originalen LSD-25. Sie haben eine etwas andere chemische Struktur, wodurch die Wirkdauer meistens etwas kürzer ist. Außerdem sind diese Derivate deutschlandweit legal.

Seriöse LSD Onlineshops haben in ihrer Produktpalette zum Beispiel 1D-LSD, eine Vorstufe von LSD, deren Erwerb und Konsum in Deutschland legal ist. Ebenso legal käuflich ist Kanna, ein Mittagsblumengewächs mit psychedelischer Wirkung. Und auch HHC, ein entspannendes Cannabis-Extrakt mit ähnlichen Effekten wie THC, kann zum Microdosing eingesetzt werden. Diese Produkte gibt es in der Regel in Tablettenform bzw. als Kapseln.

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