MHH würdigt wegweisenden Kinderkardiologen

Er gehört zu den „Vätern“ der Kinderkardiologie in Deutschland und leitete 22 Jahre lang – von 1974 bis 1996 – die Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Professor Dr. Hans Carlo Kallfelz. Kürzlich feierte er seinen 80. Geburtstag. Die MHH würdigt den Kinderkardiologen mit einem Symposium am 21. und 22. Februar 2014, zu dem rund 20 Referenten aus aller Welt kommen. Hannovers 1. Bürgermeister Bernd Strauch sowie MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg begrüßen die Gäste.

Medienvertreter sind eingeladen zum Symposium „Kongenitale Kardiologie – State of the Art and Visions fort he Future“ am

Freitag und Samstag, 21. und 22. Februar 2014
von 13 bis 18.30 Uhr (Freitag) und 9 bis 15.30 Uhr (Samstag)
im Gebäude J1, Hörsaal M, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover.

Bitte melden Sie sich zu der Veranstaltung in der MHH-Pressestelle an.

Professor Kallfelz hat große Pionierarbeiten für Patienten mit angeborenem Herzfehler geleistet: Er war der erste, der eine „Rashkind-Prozedur“ in Deutschland durchgeführt hat – eine Methode zur Sicherung des Überlebens bei Neugeborenen, deren Haupt- und Lungenschlagader am Herzen vertauscht sind. Ebenfalls führte er erstmals eine Ballondilatation bei der Herzfehlbildung „Fallotsche Tetralogie“ durch. Dabei wird die verengte Herzklappe zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie aufgedehnt, um die Sauerstoffsättigung zu verbessern. Professor Kallfelz baute unter anderem auch die erste deutsche interdisziplinäre pädiatrische Intensiveinheit auf. Er war langjähriger Vorsitzender in den wissenschaftlichen Beiräten des Kompetenznetzes für angeborene Herzfehler sowie der Deutschen Stiftung für Herzforschung. 2005 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Deutsche Herzstiftung.

Darüber hinaus hat er wesentliche Impulse für die kompetente Versorgung Erwachsener mit angeborenen Herzfehlern gegeben und für die Gründung von „Zentren für Erwachsene Mit Angeborenen Herzfehlern“ (EMAH-Zentren). Dieses Thema wird am Freitag von zahlreichen Experten beleuchtet. Am Samstag widmen sich die Referenten der Kinderkardiologie sowie den Perspektiven der Kardiologie in der Welt.

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