MHH: Verbesserte Echokardiographie-Ausbildung für mehr Patientensicherheit

Der europaweit erste Echokardiographie-Simulator, der die Ultraschalluntersuchung des Herzens sowohl über den Brustkorb (transthorakal, TTE) als auch über die Speiseröhre (transösophageal, TEE) simuliert, steht seit Mai 2011 in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das 90.000 Euro teure, mobile Gerät wurde von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin mit Unterstützung des Präsidiums der MHH angeschafft, um die Mitarbeiter in dieser Untersuchungsmethode optimal zu schulen. „Die Echokardiographie hat sich zu einem wichtigen Diagnose- und Monitoringverfahren in der Anästhesiologie entwickelt, je besser wir unsere Ärzte in dieser Methode ausbilden, desto mehr Sicherheit bieten wir auch unseren Patienten“ ,erklärt Professor Dr. Wolfgang Koppert, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Eine Echokardiographie liefert den Anästhesisten und Intensivmedizinern genaue Auskunft über den Zustand und die Funktion des Herzens: angefangen von der Struktur der Herzwände bis zur Füllung der Herzkammern. So wird eine differenzierte Therapie oft erst ermöglicht. In der klinischen Routine ist diese Untersuchungsmethode schon fest etabliert: Anästhesisten und Herzchirurgen arbeiten hier eng zusammen, um schon während der Operation das OP-Ergebnis zu kontrollieren und gegebenenfalls sofort zu korrigieren.

Der Simulator „HeartWorks Virtual 3D Heart“ liefert ein 3D-Modell des Herzens, es bewegt sich, kann Strukturen hervorheben, einzelne Muskeln oder die Herzklappen. „Man kann mit einer Kamera durch das Herz fahren, während es sich bewegt“, erklärt Dr. Ulrich Molitoris, „Die Darstellung ist extrem realistisch.“ Die Ausbildung in der transösophagealen Echokardiographie ist durch die Verfügbarkeit geeigneter Untersuchungsplätze oft limitiert. „Die Simulation bietet hier eine ideale Möglichkeit, Fertigkeiten in dieser Untersuchungstechnik zu erwerben und weiterzugeben. Sie ergänzt damit perfekt die Ausbildung in den Operationssälen und Intensivstationen“, betont Dr. Sebastian Zenz. Beide Mediziner hatten den Kauf des Simulators initiiert und haben sich bereits intensiv in das Simulationssystem eingearbeitet.

Das System besteht aus einem Torso und entsprechenden Echosonden, einem Computer und einem Monitor und ist mobil. Geplant sind nicht nur hausinterne Schulungen in Kooperation mit den anderen Abteilungen der MHH, sondern auch bei Workshops auf Kongressen und Tagungen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Sebastian Zenz unter Telefon (01761)-532-3323 oder per mail zenz.sebastian.de.

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