MHH mit dem IFB Tx erfolgreich

Erfolg für das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation (IFB Tx) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das IFB Tx für weitere fünf Jahre mit voraussichtlich bis zu 22,6 Millionen Euro. Das IFB Tx ist eines von acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren in Deutschland, die das BMBF seit 2008 unterstützt. Jede dieser Fördermaßnahmen widmet sich mit einem eigenen Schwerpunkt der engeren Verknüpfung von Forschung und Patientenversorgung. Nach der zweiten Förderphase des IFB Tx soll es an der MHH als Transplantationsforschungszentrum verstetigt werden.

„Ein zentrales Ziel des IFB Tx ist es, die Überlebenszeiten von Patient und Transplantat zu verbessern. Dafür forschen wir so, dass die Ergebnisse gut in der Klinik anwendbar sind“, sagt IFB Tx-Sprecher Professor Dr. Hermann Haller. Das IFB Tx trägt auch zur Weiterentwicklung attraktiver Karriereprogramme für klinische Wissenschaftler bei. Zudem optimiert und festigt es klinische Forschungsstrukturen der Transplantationsmedizin an der MHH.

„Ein großer Erfolg der ersten Förderphase von 2008 bis 2013 war die Etablierung von effektiven interdisziplinären Strukturen zur internen Projektbegutachtung und -evaluation“, sagt Professor Haller. Zwölf Vertreter von Kliniken und Instituten, die an Transplantationen beteiligt sind, entscheiden anhand eines transparenten Verfahrens über neue Anträge und laufende Projekte. Der Fokus liegt dabei auf der Karriere: Während der ersten Förderphase unterstützte das IFB Tx 123 Ärzte und Wissenschaftler, davon 57 Frauen. Dadurch trug das IFB Tx zur Stärkung der Gleichberechtigung bei.

Ein weiterer Erfolg sind zwei im IFB Tx entstandene Projekte zum Erhalt transplantierter Nieren: Sie werden seit 2011 vom BMBF und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Programms „Klinische Studien“ mit knapp 1,8 Millionen gefördert. Zudem haben sich bereits drei zentrale Dienstleistungseinheiten, so genannte Core Facilities, zu den Themen Immunmonitoring, Translationale Strategien und „Good manufactoring practice Development Unit“ (GMP-DU), etabliert, die die Forscher bei Ihrer Arbeit unterstützen und auch eigene wissenschaftliche Projekte verfolgen.

Für die nächsten fünf Jahre hat sich das Team des IFB Tx viel vorgenommen: „Wir wollen das Qualitäts¬management in der Transplantationsmedizin verbessern und verbindliche Standards setzen, die als nationales Vorbild für andere Transplantationszentren dienen sollen“, erläutert Professor Haller. Hierzu soll eine neue Core Facility mit dem Schwerpunkt Qualitätsmanagement starten. Zudem sollen die Strukturen der klinischen Forschung weiter verbessert und der wissenschaftliche Nachwuchs effektiv gefördert werden.

An der MHH können aufgrund der Vielzahl von Organ- und Zelltransplantationen Studien und Projekte durchgeführt werden, die an anderen Standorten kaum machbar wären. Im Jahr 2012 wurden an der MHH bundesweit die meisten solide Organe verpflanzt – 431 waren es insgesamt: 171 Nieren-, 101 Leber-, 135 Lungen- und 23 Herz¬transplantationen. Hinzu kommen 147 Blutstammzell-Transplantationen.

Das Thema Transplantation ist ein wichtiger Forschungsschwerpunkt der MHH. Außer dem IFB Tx widmen sich diesem Thema der Sonderforschungsbereich 738 „Optimierung konventioneller und innovativer Transplantate“ und der Exzellenzcluster „REBIRTH“ (From REgenerative BIology to Reconstructive THerapy). Die Förderungen dieser beiden Projekte wurden im vergangenen Jahr verlängert. Darüber hinaus beteiligt sich die MHH am seit 2012 geförderten Transregio 127 „Biologie der xenogenen Zell- und Organ¬trans¬plantation – vom Labor in die Klinik“.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Hermann Haller, Sprecher des IFB-Tx, haller.hermann@mh-hannover.de.

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