Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie wird erstmalig verliehen

Der Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie wird in diesem Jahr an die Chemikerin Dr. Susanne Röhrig von Bayer HealthCare verliehen. Die Preisträgerin wird für ihren Beitrag bei der Entdeckung und Entwicklung des neuartigen Gerinnungshemmers Rivaroxaban ausgezeichnet. Mit dem erstmalig ausgeschriebenen Preis der Meyer-Galow-Stiftung, die unter dem Dach der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist, werden Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, die maßgeblich an einer aktuellen Innovation der Chemie beteiligt waren, die erfolgreich in den Markt eingeführt wurde. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung wird Anfang nächsten Jahres in feierlichem Rahmen stattfinden.

Zusammen mit weiteren Wissenschaftlern bei Bayer HealthCare ist es Susanne Röhrig gelungen, nach mehrjährigen Forschungsarbeiten eine niedermolekulare Verbindung zu identifizieren, die sich als klinischer Kandidat eignete. Rivaroxaban ist ein Faktor Xa-Inhibitor und unter den neuen oralen Gerinnungshemmern heute das Medikament mit den meisten zugelassenen Indikationen im Bereich der venösen und arteriellen Thromboembolien. Seit der ersten Zulassung von Rivaroxaban in 2008 haben mehr als zweieinhalb Millionen Patienten weltweit im klinischen Alltag das Medikament erhalten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit von Susanne Röhrig und damit unser innovatives Thrombose-Medikament mit dem erstmalig verliehenen Meyer-Galow-Preis gewürdigt wird“, sagte Professor Dr. Andreas Busch, Mitglied des Executive Committee von Bayer HealthCare und Leiter Global Drug Discovery. „Innovationskraft durch den Erfindergeist unserer Mitarbeiter ist für uns von zentraler Bedeutung. Nur so wird es uns gelingen, dem weltweit steigenden medizinischen Bedarf an neuen Medikamenten zum Wohl der Patienten gerecht zu werden – getreu unserer Mission ‚Science For A Better Life‘.“

Über die Meyer-Galow-Stiftung
Zur weiteren Förderung der Wirtschaftschemie, besonders unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und der Notwendigkeit von Chemieprodukten oder -prozessen mit hohem Wert für unsere Gesellschaft, gründete Professor Dr. Erhard Meyer-Galow die Meyer-Galow-Stiftung für Wirtschaftschemie, deren Aufgabe die jährliche Verleihung des „Meyer-Galow-Preises für Wirtschaftschemie“ ist. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird an Wissenschaftler verliehen, die im deutschen Sprachraum – allein oder im Team – eine aktuelle Innovation der Chemie erfolgreich in den Markt eingeführt haben. „Mit dem Preis wollen wir vor allem solche Entdeckungen würdigen, die nicht nur erfolgreich im Markt eingeführt wurden, sondern zudem den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt haben“, sagte Meyer-Galow, Stiftungsvorstand und ehemaliger Präsident der GDCh. „Wir wollen ganz im Sinne von Hans-Peter Dürr das „Lebende lebendiger werden lassen“ und Frau Röhrig hat einen beeindruckenden Beitrag dazu geleistet.“

Die Stiftung wird gemäß Beschluss des Vorstandes der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. vom 5. März 2012 von der GDCh verwaltet. Zustiftungen sind erwünscht und willkommen.

Ein Foto der Preisträgerin oder des Stifters kann angefordert werden unter pr@gdch.de.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 30.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie vergibt zahlreiche international angesehene Preise, beispielsweise den Otto-Hahn-Preis (gemeinsam mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Stadt Frankfurt am Main) und den Karl-Ziegler-Preis der Karl-Ziegler-Stiftung, die beide zu den höchstdotierten deutschen Preisen in den Naturwissenschaften zählen. Der spätere Chemie-Nobelpreisträger Gerhard Ertl wurde 1998 mit dem Karl-Ziegler-Preis und 2007 mit dem Otto-Hahn-Preis ausgezeichnet. Die Karl-Ziegler-Stiftung ist seit 1993 bei der GDCh angesiedelt.

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