Messen, analysieren und auswerten

(djd). Die Qualitätssicherung zählt heute in der Lebensmittelindustrie zu den obersten Geboten, um dem Verbraucher Produktsicherheit und höchste Geschmacksstandards zu garantieren. Auch in der Brauindustrie setzen die Anbieter auf ein hochqualifiziertes Qualitätsmanagement. „Die Prüfung der Rohstoffe und die Begleitung des gesamten Brauprozesses flankieren heute die traditionsreiche Braukunst“, sagt Ulrich Biene von der Brauerei C. & A. Veltins. „Und diese zu überwachen, ist eine der zahlreichen Aufgaben der Labormitarbeiter. Eine gute Ausbildung spielt schon deshalb eine entscheidende Rolle.“ Die Ausbildung zum Chemielaboranten dauert in der Regel dreieinhalb Jahre, kann jedoch im Einzelfall verkürzt werden.

Außerbetriebliche Ausbildung

Die wichtigsten Inhalte der Ausbildung zum Chemielaboranten sind das Analysieren von Proben und das Erlernen unterschiedlicher Messmethoden. Auch das Synthetisieren von Stoffen steht auf dem Lehrplan der Azubis. „Solche Themen, die im Arbeitsalltag eines Chemielaboranten bei einer Brauerei keine entscheidende Rolle spielen, werden vielfach extern in anderen Unternehmen gelehrt“, erläutert Ulrich Biene. Im ersten Ausbildungsjahr wird im Labor hauptsächlich der Umgang mit den verschiedenen Glasgeräten wie Pipetten oder Büretten erlernt. Im zweiten Ausbildungsjahr folgen präparative Aufgaben und Analysemethoden. Die Zeit im dritten Ausbildungsjahr ist hauptsächlich der Prüfungsvorbereitung vorbehalten. Während der gesamten Ausbildungszeit werden zusätzlich verschiedene Programmschulungen durchgeführt.

Auch Theorie muss sein

Neben dem praktischen Teil der Ausbildung, der in den Unternehmen stattfindet, gehört ein eher theoretischer Teil zur Ausbildung der jungen Leute. Diesen Themenkomplex absolvieren die Auszubildenden beispielsweise am Berufskolleg. In der Berufsschule gibt es mehrere Lernfelder, die in insgesamt fünf Fächern zusammengefasst sind. Auch in der Abschlussprüfung der Ausbildung zum Chemielaboranten wird dann sowohl praktisches als auch theoretisches Wissen abgefragt.

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