Mehr als 6000 Rettungsdiensteinsätze mit Schwangeren pro Jahr

„Weil eine Entbindung nicht zum medizinischen Alltag im Rettungsdienst gehört, sind entsprechende Fähigkeiten oft weniger ausgeprägt“, weiß Prof. Moecke. Für Notärzte ist es kaum möglich, in realistischer, aber geschützter Übungsumgebung Sicherheit im Umgang mit außerklinischen Geburten zu erlernen. Dabei sei es für den Notarzt im Fall der Fälle von großer Bedeutung, die wichtigsten Sofortmaßnahmen für die Erstversorgung von Mutter und Kind zu beherrschen, so Karin Niessen, Leitung der Hebammenschule am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Asklepios Kliniken Hamburg.

Ein neues Kurskonzept des Instituts für Notfallmedizin (IFN) in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe behebt dieses Defizit. In dem am 30. November erstmals stattfindenden Seminar „Geburtshilfliche Notfälle im Rettungsdienst“ vermittelt das IFN genau dieses fehlende Wissen.

Die Teilnehmer erlernen unter professioneller Anleitung einer Hebamme, einer Frauenärztin und eines Notarztes die wesentlichen Fähigkeiten um Mutter und Kind im Notfall sicher zu versorgen. Neben den theoretischen Grundlagen werden in Kleingruppen anhand eines Geburtssimulators mit Patientendarstellerinnen die Abläufe einer normalen Geburt und die notwendigen Maßnahmen bei Komplikationen vermittelt und praktisch trainiert. Auch lebensrettende Sofortmaßnahmen in kritischen Situationen werden erlernt und in Kleingruppen geübt.

Über das Institut für Notfallmedizin
Das Institut für Notfallmedizin (IfN) der Asklepios Kliniken wurde 1998 gegründet und bietet Basis- und Spezialtrainings, qualifizierte Aus- und Weiterbildung für Notärzte und Rettungsassistenten sowie Symposien- und Kongressorganisation an. Auch Simulationstraining wie für den „Massenanfall von Verletzten“ kann beim IfN absolviert werden. Das IfN ist anerkannter Veranstalter der Ärztekammer Hamburg und der Registrierung beruflich Pflegender®, zertifiziertes Trainingszentrum der American Heart Association sowie offizieller KTQ-Berater für den Rettungsdienst.

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