Medizinische Privat-Universität in Nürnberg im 3. Jahr: Mehr Publikationen und begeisternde Lehre

Im Mittelpunkt der Akademischen Feier stand die Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Gundula Schulze-Tanzil, der Nürnberger Lehrstuhlinhaberin für Anatomie. 2015 war die Wissenschaftlerin von der Berliner Charité nach Nürnberg gekommen, wo sie inzwischen die vorklinische Lehre in der Anatomie und einen Forschungsschwerpunkt aufgebaut hat, der sich mit den molekularen Mechanismen von Arthrose (Gelenkverschleiß) und der Entwicklung von Knorpel- und Sehnenersatz befasst. In ihrer Vorlesung präsentierte sie faszinierende Lösungsansätze, wie durch Stammzellen und Züchtung von Gewebe biologischer Ersatz für zerstörte Gelenke geschaffen werden könnte.

„Der Aufbau der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg ist durch weitere hochkarätige Berufungen rasch vorangeschritten“, betonte Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Söllner. In diesem Jahr wurden der Lehrstuhl für Physiologie (Univ.-Prof. Dr. Dr. Boris Musset, zuvor Helmholtz-Forschungszentrum, Jülich) und die Chefärzte und Lehrstuhlinhaber für Urologie (Univ.-Prof. Sascha Pahernik, zuvor Universität Heidelberg) und Radiologie (Univ.-Prof. Dr. Michael Lell, zuvor Universität Erlangen) berufen. Die Forschungsaktivitäten in Nürnberg konnten im vergangenen Jahr von 300 auf mehr als 400 Publikationen gesteigert werden. Rektor Resch wies darauf hin, dass der Gegenwind, den die junge Universität immer wieder verspüre, die Motivation aller Beteiligten noch erhöhe.

Studierende würdigten ihre „Teachers of the Year“

Traditionell werden bei der Akademischen Feier besondere Leistungen in Forschung und Lehre ausgezeichnet. So wählten die beiden Nürnberger Studenten-Jahrgänge jeweils ihre drei „Teachers of the Year“: Prof. Dr. Stefan Heuser und Prof. Dr. Ronald Ebbert von der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm, die Chemie bzw. Biochemie unterrichten, sowie Dr. Ralf Kling und Univ.-Prof. Dr. Dr. Boris Musset (Physiologie), Univ-Prof. Dr. ThomasPapadopulos (Pathologie) und Univ.-Prof. Dr. Frank Erbguth (Ethik), alle Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg.

Paracelsus-Wissenschaftspreise verliehen

Für ihre herausragende Publikationen im Vorjahr erhielten 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg Forschungspreise. Forschungsaktivste Nürnberger Institute und Kliniken waren die Herzchirurgie, Innere Medizin/Hämatologie und Onkologie und die Medizinische Chemie und Labormedizin. Mit der Auszeichnung „Forscher des Jahres“ wurden Dr. Kerstin Schäfer-Eckart, Universitätsklinik für Innere Medizin 5, Hämatologie und Onkologie, und Dr. Giuseppe Santarpino, Universitätsklinik für Herzchirurgie, geehrt. Ihre Forschungsgebiete sind die Stammzelltransplantation und die Herzklappenchirurgie.

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg wurde 2014 gegründet und ist zweiter Standort der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. In Nürnberg werden jährlich 50 Medizinstudierende ausgebildet. Das Curriculum orientiert sich eng an der Ausbildung der amerikanischen Mayo-Medical School. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität kooperiert zudem mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland.

Das Klinikum Nürnberg ist eines der größten kommunalen Krankenhäuser in Deutschland und bietet das gesamte Leistungsspektrum der Maximalversorgung an. Mit rund 2.370 Betten an zwei Standorten (Klinikum Nord und Klinikum Süd) und 6.200 Beschäftigten versorgt es 100.000 stationäre und knapp 100.000 ambulante Patienten im Jahr. Zum Klinikverbund gehören drei weitere Krankenhäuser im Landkreis Nürnberger Land.

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