Medizinische Leitlinien – Hoffnungsträger für das Gesundheitssystem?

Das Interesse an medizinischen Leitlinien ist so groß wie nie zuvor. Bereits heute zeichnet sich ein Teilnehmerrekord des 9. Jahreskongresses des Guidelines International Network (G-I-N) ab. Über 500 Leitlinien-Experten aus allen Teilen der Welt werden vom 22.08. bis 25.08.2012 in Berlin erwartet. Auch in Deutschland werden Leitlinien zunehmend von der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert, so ging es zuletzt bei Maybrit Illner am 31.05.2012 unter dem Motto „Verteilungskampf am Krankenbett“ auch um Qualität von Leitlinien.
Das Programm des Kongresses greift wichtige Themen der Leitlinien-Diskussion auf: Was macht „gute“ Leitlinien aus? Was sollen und können Leitlinien eigentlich bewirken? Wie kommt Wissen in die Praxis? Wie kann die klinische Forschung als eine Grundlage der Leitlinien verbessert werden? Daneben ist Patientenbeteiligung und Patienteninformation ein wichtiger Schwerpunkt.
Ein besonderes Highlight für das deutschsprachige Publikum ist das Symposium „Leitlinien und Qualitätsförderung“, das von AWMF und ÄZQ koordiniert wird. Dieses Symposium bietet u. a. die Gelegenheit, die Rolle von Leitlinien mit Entscheidungsträgern des deutschen Gesundheitssystems im Rahmen einer Podiums- und Plenumsdiskussion unter dem Motto „Leitlinien: Hoffnungsträger für das Deutsche Gesundheitssystem?“ zu diskutieren.
Das internationale Leitlinien-Netzwerk Guidelines International Network (G-I-N) wurde 2002 gegründet und hat heute 93 Mitgliedsorganisationen aus 46 Staaten, welche weltweit in den Prozess der Leitlinienentwicklung und -implementierung involviert sind.
Anmeldungen für den Kongress sind möglich unter: .
Für das deutschsprachige Satellitensymposium kann man sich bis zum 15. Juli 2012 auch separat anmelden – der Link ist unter zu finden.

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