Mediziner-Kongress stärkt urologisches Belegarztwesen und Region

Das Programm birgt Brisanz: Dafür sorgen Themen wie Patientensicherheit und die Drohung der niedersächsischen Krankenkassen, nun erstmals die ambulante Versorgung von Tumorpatienten einzuschränken.

„Seit dem Start der Salzhäuser Gespräche 1997 hat sich die Zahl der Besucher permanent gesteigert. Dieses Jahr rechnen wir mit 130 Kolleginnen und Kollegen, dazu kommen noch Referenten, Tagesgäste sowie die Vertreter der begleitenden Industrieausstellung, sodass wir von insgesamt rund 160 Teilnehmern ausgehen“, sagt Urologe Dr. Andreas W. Schneider, der geistige Vater der wissenschaftlichen Tagung. Unter dem Strich macht das mindestens 260 Hotelübernachtungen und den Urologen-Kongress jedes Jahr zum größten Einzelkunden des Bergströms. Nach dem Motto „alles aus der Region“ wird die Fachtagung stets von einem Bispinger Unternehmen organisiert. Damit sind die Salzhäuser Gespräche mehr als eine persönliche Erfolgsgeschichte des niedergelassenen Urologen aus Winsen und Belegarztes am Krankenhaus Salzhausen. Vielmehr ist es Dr. Schneider mit seinem ehrenamtlichen Engagement für das Belegarztwesen gelungen, einen ansehnlichen Wirtschaftfaktor mit Marketing-Effekt für Lüneburg zu etablieren.

Vor Ort sind auch in diesem Jahr wichtige Funktionäre der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. und des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V. sowie Verantwortliche aus dem Gesundheitssystem vertreten. Die medizinischen Programmschwerpunkte gelten neuen Therapien bei fortgeschrittenen urologischen Krebserkrankungen. „Erst vor wenigen Tagen ist ein neues Medikament zur Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms zugelassen worden“, sagt Dr. Schneider. Auch die Auswertung jüngster Versorgungsforschung zum Harnblasenkrebs brächte Fortschritte. Mit Blick auf die Gefahr, durch die Strahlendiagnostik in der Nachsorge neue Tumore zu initiieren sowie auf oft unbekannte OP-Risiken nach kardialen Problemen diskutieren die Urologen aktuelle Fragen der Patientensicherheit. Berufspolitischen Zündstoff garantieren das Versorgungsstrukturgesetz und die sogenannte Onkologievereinbarung, bei deren Umsetzung niedersächsische Krankenkassen nun erstmals damit drohen, die ambulante Versorgung von Tumorpatienten einzuschränken.

„Aktuelle Gesundheitspolitik gefährdet die flächendeckende wohnortnahe Versorgung und damit auch das Belegarztsystem, das seine Patienten optimal nach der Devise ’soviel ambulant wie möglich, so wenig stationär wie nötig’ behandelt“, warnt der Winsener Urologe. Umso wichtiger ist es Dr. Schneider, seinen Kongress für Belegärzte fortzuführen: Als einzige Plattform, auf der sich die rund 300 aktiven urologischen Belegärzte, die etwa fünf Prozent der urologischen Krankenhausbetten versorgen, mit den Gesundheitspolitikern austauschen können. Auf weitere Urologen-Kongresse mit stetig steigender Teilnehmerzahl ist man in Lüneburg bereits vorbereitet – mit einem neuen Konferenzzentrum im Tagungshotel, das anlässlich der 16. Salzhäuser Gespräche eingeweiht werden soll.

Journalisten sind herzlich eingeladen, die Veranstaltungen der 15. Salzhäuser Gespräche zu besuchen.
Interviews: Nach terminlicher Absprache unter Tel: 04172 966 252 steht Dr. Schneider vorab bzw. während der Salzhäuser Gespräche vor Ort gern zur Verfügung

Weitere Informationen:

Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg

Tel.: 040 – 79 14 05 60
Mobil: 0170 – 48 27 28 7

Scroll to Top