Medizin-Physik-Experte werden an der Hochschule Hamm-Lippstadt

Um zum „Medizin-Physik-Experten“ zu werden sind die Voraussetzungen ein abgeschlossenes naturwissenschaftlich-technisches Studium, ein Masterstudium in medizinischer Physik sowie ein Grund- und Spezialkurs in Strahlenschutz nach der Richtlinie „Strahlenschutz in der Medizin“. Zusätzlich muss normalerweise nach dem Studium zwei Jahre lang eine praktische Ausbildung in der jeweiligen Fachrichtung, zum Beispiel Nuklearmedizin- oder Strahlentherapie, in einem Klinikum absolviert werden.

„Mit der Etablierung des dualen Konzeptes zur Erreichung des „Medizin-Physik-Experten“ ist es der Hochschule Hamm-Lippstadt nicht nur gelungen, dass die Studierenden ihre Praxiserfahrungen während des Studiums sammeln, sondern es wurde darüber hinaus eine Rotation der Studierenden innerhalb verschiedener Fachrichtungen arrangiert“, erklärt Prof. Dr. Volker Schmidt, der selbst Medizin-Physik-Experte ist und sich für die Einführung an der Hochschule stark gemacht hat. Die Studierenden rotieren dreimal in drei Jahren. Auf diese Weise können sie in der Praxis mehrere Fachrichtungen kennenlernen, was einmalig in Deutschland ist.

Voraussetzung für dieses Angebot der Hochschule Hamm-Lippstadt war eine Zertifizierung als Kursanbieter für die Strahlenschutzkurse durch das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieses prüft, ob alle Auflagen erfüllt sind, die das Atomgesetz, darunter die Richtlinie Strahlenschutz in der Medizin, vorsieht. Die Zulassung ist jetzt erfolgt und zwar direkt für fünf Jahre – eine weitere Besonderheit, denn normal ist eine jährliche Neubeantragung. Damit kann die Hochschule Hamm-Lippstadt nun für ihre Studierenden kostenfrei die entsprechenden Kurse anbieten.

Über die Hochschule Hamm-Lippstadt:
Mit der Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, eine neue staatliche Fachhochschule in Hamm und Lippstadt aufzubauen, wurde 2009 der Grundstein für eine Hochschule neuen Profils gelegt. Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld und Vizepräsident Karl-Heinz Sandknop haben gemeinsam mit ihrem Team praxiserfahrener Professorinnen und Professoren ein innovatives Studienangebot im Bereich der Ingenieurswissenschaften entwickelt.
Aktuell sind knapp 2.200 Studierende in zehn Bachelor- sowie drei Masterstudiengängen eingeschrieben. Besonderen Wert legt die Hochschule auf interdisziplinäre Ausrichtung, Marktorientierung und hohen Praxisbezug in der Lehre. In den nächsten Jahren wird sich das Studienangebot weiterentwickeln und aktuelle wie zukünftige Fragestellungen aufgreifen. Mit den 2014 bezogenen Neubauten in Hamm und Lippstadt bietet die Hochschule modernste Gebäude und Einrichtungen und damit ideale Bedingungen für die Ausbildung kreativer Ingenieurinnen und Ingenieure. Der Doppel-Campus bietet Raum für insgesamt ca. 4.000 Studierende.

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