Medizin: Modernes Arbeitsumfeld im historischen Ambiente

Ein repräsentatives und zentral gelegenes Lehr- und Dekanatsgebäude für den Fachbereich 11 – Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist im Campusbereich Seltersberg / Medizin entstanden. Mit dem Beginn des Wintersemesters konnte kurz nach dem Einzug des Dekanatsteams der Lehrbetrieb im Medizinischen Lehrzentrum – Lehrgebäude und Dekanat, Seltersberg, aufgenommen werden. Studierende, Lehrende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus dem Jahr 1907 in der Klinikstraße 29 ein ebenso modernes wie angenehmes Arbeitsumfeld und damit zugleich eine neue „Heimat“ gefunden. Das historische Gebäude der „Alten Chirurgie“, das zeitlich dem Jugendstil zuzuordnen ist, wurde dazu komplett umgebaut und um zwei lichtdurchflutete und freundlich gestaltete Hörsäle erweitert, in denen 200 bzw. 320 Studierende Platz finden können.

Mit dem Um- bzw. Anbau ist es gelungen, die Lehr- und Dekanatsflächen in einem Gebäude zu konzentrieren, die Nähe zu allen benachbarten medizinischen Fächern, dem ebenfalls neuen Forschungsgebäude Medizin sowie dem Gebäudekomplex des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UGKM) am Standort Gießen herzustellen und die Wege für alle Beteiligten deutlich zu verkürzen. Der Umbau und die Sanierung haben insgesamt (inklusive Ersteinrichtung) 19,195 Millionen Euro gekostet. Die Kosten wurden zum Großteil aus dem HEUREKA-Programm des Landes Hessen finanziert, das UKGM beteiligte sich mit 3,35 Millionen Euro.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee ist froh darüber, dass die Konzentration von Lehr- und Forschungsflächen am Fachbereich Medizin nun ihren vorläufigen Abschluss gefunden hat. Er betont: „Wir haben in Gießen eine leistungsstarke Medizin von herausragender nationaler und internationaler Bedeutung. Nur wenn neue Flächen und zukunftsweisende Infrastrukturen geschaffen werden, lässt sich ein solch anerkannt hoher Standard am Medizinstandort Mittelhessen dauerhaft halten. Im Campusbereich Seltersberg/Medizin ist es dank vorausschauender Planungen gelungen, zukunftsweisende Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Der JLU-Präsident erinnert nochmals an jene Zeiten, in denen die Universitätsmedizin auf rund 100 verschiedene Gebäude im Stadtgebiet verteilt und die Zukunft ungewiss war. „Ich bin dem Land Hessen für die Investitionen in eine Medizin der Zukunft am Standort Gießen sehr dankbar“, so Mukherjee.

Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin der JLU, ergänzt: „Heute können wir dank modernster Infrastruktur die Synergieeffekte optimal nutzen. Dieses hervorragende Umfeld für Lehre und Forschung wird auch die Attraktivität der Ausbildung für den medizinischen Nachwuchs weiterhin steigern.“

Das Medizinische Lehrzentrum hat eine Nutzfläche von 4.420 Quadratmetern. Die Studierenden finden hier neben Seminarräumen auch Räume für das Eigenstudium, Simulationseingriffsräume, Räumlichkeiten für Studierende im Praktischen Jahr sowie großzügige Aufenthaltsbereiche.

Der Neubau in Stichworten
Bauherr: Land Hessen, vertreten durch HMWK und HMdF
Nutzer: Justus-Liebig-Universität Gießen
Projektleitung: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH)
Projektsteuerung: HWP Planungsgesellschaft mbH (bis zum Bauantrag)
Planung / Bauleitung: Architekturbüro Kriesche
Nutzfläche: 4.420 m²
Bruttogrundfläche: 10.558 m²
Brutto-Rauminhalt: 42.938 m³
Baukosten: 18,265 Millionen Euro
zzgl. Ersteinrichtung: 0,93 Millionen Euro

Chronik
Baubeginn: Januar 2014
Fertigstellung: Juli/August 2016
Bezug durch das Dekanat: Juli 2016
Aufnahme des Lehrbetriebs: Beginn Wintersemester 2016/17

Kontakt
Dekanat des Fachbereichs 11 – Medizin
Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan
Telefon: 0641 99-48000/01
E-Mail: dekanat@fb11.uni-giessen.de

———————————————————————————————————————–Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die über 28.000 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissenschaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System – ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture – GCSC).

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