Medizin: Lehrpreis für Thorsten Bley

Im April 2013 hat Professor Thorsten Bley die Leitung des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie übernommen. Von Anfang an sei er sehr engagiert darangegangen, die Lehrveranstaltungen für die Studierenden der Medizin weiter zu verbessern: „Er kam auf uns zu, weil er die Studierenden in die Umsetzung seines Konzepts einbeziehen wollte“, so die Fachschaft Medizin.

Das sehr positive Votum der Studierenden war mit ausschlaggebend dafür, dass Bley für das Wintersemester 2015/16 den Albert-Kölliker-Lehrpreis der Fakultät erhielt. Er bekam die Auszeichnung bei der Examensfeier der Fakultät in der Neubaukirche überreicht.

Einige Neuerungen eingeführt

Bley hat die Lehrveranstaltungen der Radiologie neu organisiert und etliche Neuerungen eingeführt. So bekommen die Studierenden, passend zum jeweiligen Thema der Vorlesung, jede Woche per E-Mail einen „Case of the Week“ zugeschickt – ein Bild aus der radiologischen Diagnostik, mit dem sie sich auf die nächste Vorlesung vorbereiten können. „So fühlt man sich als Studierender mehr eingebunden und gefordert“, schreibt die Fachschaft.

Der Preisträger habe außerdem die Internetseiten des Instituts stark auf die Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet. Sie finden dort unter anderem Vorlesungsfolien zum Herunterladen, aktuelle Hinweise zu Lehrveranstaltungen und Tipps für Famulaturen oder Hospitationen. Zudem plant Bley, die interaktive App „Imaios“, die radiologische Fälle und Studien darstellt, noch breiter einzusetzen: Sie soll künftig für alle Studierenden im dritten klinischen Semester zugänglich sein.

Preisgeld fließt in die Lehre

Den mit 10.000 Euro dotierten Lehrpreis bekam Thorsten Bley bei der Examensfeier von Dekan Matthias Frosch überreicht. Die Laudatio hatte zuvor Studiendekan Christoph-Thomas Germer gehalten.

Bley wird das Preisgeld in die Lehre investieren – so sehen es die Bestimmungen der Fakultät vor. Er will damit das im laufenden Semester neu begonnene Learning-by-doing-Konzept der interaktiven Seminare ausbauen. Dabei können die Studierenden die Befundung mittels iPad gleich selbst in die Hand nehmen. Dieses Pilotprojekt hat bereits sehr großen Anklang bei den Studierenden gefunden.

Darüber hinaus ist geplant, eine institutseigene Präsenz in ausgewählten sozialen Medien aufzubauen, um die Studierenden noch besser erreichen und vielleicht noch mehr für die Radiologie begeistern zu können. Bei diesen Vorhaben wie auch schon bei vorangegangen Projekten kann Bley auf die Unterstützung seiner in der Lehre besonders engagierten Mitarbeiter Dr. Andreas Kunz und Dr. Philipp Feldle bauen.

Albert Kölliker als Studentenmagnet

Die Medizinische Fakultät vergibt den Lehrpreis zwei Mal im Jahr. Benannt ist er nach Albert Kölliker (1817-1905), der ab 1849 über 50 Jahre lang an der Universität Würzburg lehrte und forschte. Als Professor für Anatomie und Physiologie führte er Mikroskopierkurse und andere Lehrformen ein, die damals neuartig waren. Das machte ihn zum „Studentenmagneten“ – er sorgte mit dafür, dass die Würzburger Universitätsmedizin in dieser Zeit einen enormen Aufschwung erlebte.

Kontakt

Prof. Dr. Thorsten Bley, Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Würzburg, T (0931) 201-34000, bley_t@ukw.de

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