Medieneinladung: Ergebnisse zu „Seelische Gesundheit und Migration“

Wie angekündigt laden wir Journalistinnen und Journalisten hiermit zu der o.a. Konferenz ein.

Zu der Frage, ob Menschen in Deutschland, die einen Migrationshintergrund haben, häufiger an psychischen Störungen leiden, gab es bislang nur unzureichende Erkenntnisse. Im von der VW-Stiftung geförderten Forschungsprojekt zur Seelischen Gesundheit und Migration – SeGeMi – wurden nun solche Daten erstmals erhoben. Sehr kurz gefasst ergibt sich daraus:
° Erstmals konnte in Deutschland eine ausreichend große Zahl von klinischen Interviews mit Menschen mit türkischem Migrationshintergrund geführt werden. Die Ergebnisse werden bei der Abschlusskonferenz vorgestellt.
° Unterschiede im Krankheitsverständnis je nach Migrations- und Bildungshintergrund können verantwortlich sein für eine geringere Inanspruchnahme von Versorgungseinrichtungen beziehungsweise für Kommunikationsprobleme in Versorgungssituationen. Ein weiteres Hemmnis bei der Versorgung liegt im Fehlen muttersprachlicher Angebote.
° Die allseits geforderte „interkulturelle Öffnung“ von sozialen und gesundheitlichen Versorgungs- einrichtungen wird bisher nicht überall umgesetzt. Neben strukturellen Barrieren (etwa zu geringer personeller Spielraum) liegt einer der Gründe darin, dass die Übernahme der Kosten für Dolmetscher nicht geregelt ist.
° Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen psychosozialer Einrichtungen äußern den Bedarf an interkulturellem Training. Ein entsprechendes Curriculum wurden im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt und evaluiert.
SeGeMi läuft seit November 2009 unter Federführung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie des Instituts für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die gewonnenen Daten können dazu beitragen, die psychosoziale Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Im Rahmen der Abschlusskonferenz werden die Forschungsergebnisse detailliert vorgestellt und diskutiert.

Für MedienvertreterInnen besteht die Möglichkeit, bei der Tagung Gespräche mit den Projektverantwortlichen Prof. Uwe Koch-Gromus (UKE) und Prof. Andreas Heinz (Charité) zu führen (siehe Rückläufer).
Pressekontakt:
MWM-Vermittlung
Kirchweg 3 B, 14129 Berlin
Tel.: 030/803 96-86; Fax: -87
mwm@mwm-vermittlung.de

Bitte teilen Sie uns auf dem beigefügten Rückläufer mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

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