MEDICA 2012: 3D-Röntgen ohne Zeitverzug

Die Frage, ob ein Implantat korrekt ausgerichtet oder ein gebrochener Knochen exakt genug reponiert wurde, lässt sich häufig nur mithilfe dreidimensionaler Röntgenbilder befriedigend ­beantworten. Dabei genügt es nicht, wenn ein Kontrollscan erst nach Abschluss der Opera­tion entsteht – um Folgeeingriffe zu vermeiden, muss das Operationsergebnis noch während des Eingriffs überprüft werden. Aktuelle Technologien für intraoperative 3D-Bildgebung haben ­jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Operation muss für jede Aufnahme minutenlang unterbrochen werden, weil es einige Zeit in Anspruch nimmt, den Patienten vorzubereiten und die Geräte auszurichten.

Das Forschungsprojekt ORBIT zeigt, dass es auch anders geht: Moderne Robotik ermöglicht die Umsetzung neuartiger Aufnahmekonzepte, bei denen die notwendige Technik dauerhaft am OP-Tisch installiert werden kann. So ist sie mit wenigen Handgriffen einsatzbereit. ORBIT realisiert ein intraoperatives 3D-Röntgensystem, bei dem sich die Röntgenquelle ausschließlich oberhalb des OP-Tischs bewegt. Für den Bilddetektor wird eine Kinematik entwickelt, die an der OP-Tisch-Säule oder der Tischplatte befestigt werden kann. Während der Aufnahme bewegen sich Quelle und Detektor unabhängig voneinander, der Zugang zum Patienten wird nur minimal eingeschränkt.

Besuchen Sie das ORBIT-Projekt auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand:
Halle 10, Stand F05
14.–17. November 2012, täglich 10:00 – 18:30 Uhr (Samstag bis 17:00 Uhr)

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Erwin Keeve
Leiter des Geschäftsfeldes Medizintechnik
Tel.: +49 30 39006-120
E-Mail: erwin.keeve@ipk.fraunhofer.de

Über das Fraunhofer IPK
Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK betreibt ange­wandte Forschung und Entwicklung für die gesamte Bandbreite industrieller Aufgaben – von der Produktentwicklung über den Produktionsprozess und die Wiederverwertung von ­Produkten bis hin zu Gestaltung und Management von Fabrikbetrieben. Zudem legt das Institut besonderen Wert darauf, produktionstechnische Lösungen auch über den industriellen Bereich hinaus anwendbar zu machen, etwa in den Bereichen Medizin, Verkehr und Sicherheit.

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