Man gönnt sich ja sonst nichts

(djd). Städtereisen boomen: Wer mit dem Billigflieger unterwegs ist und über das Internet ein günstiges Hotel gefunden hat, kann heute für relativ wenig Geld ein Wochenende in einer der großen europäischen Metropolen buchen. Jeder Städtereisende weiß aber auch: So richtig teuer wird es erst, wenn man sich vor Ort auch die entsprechenden „Extras“ gönnen will.

Teurer Gerstensaft in Stockholm

Die Brauerei C & A. Veltins hat in einer aktuellen Studie einmal untersucht, mit welchen „Nebenkosten“ Touristen rechnen müssen, die in einer europäischen Metropole beispielsweise ein Glas Bier in der Gastronomie – also in einem Restaurant oder einer Bar – genießen wollen. Mit Abstand am kostspieligsten war der Gerstensaft in der schwedischen Hauptstadt Stockholm mit umgerechnet 7,20 Euro. Aber auch in der „Stadt der Liebe“ ist ein Bier ein teures Vergnügen: Unterm Pariser Eiffelturm muss man durchschnittlich stolze sechs Euro hinlegen.

Deutlich günstiger kommen die Bundesbürger in ihrer eigenen Hauptstadt weg, in Berlin werden nur knapp drei Euro fällig. Noch preiswerter ist der Gerstensaft in der spanischen Metropole Barcelona mit etwa 2,80 Euro. In der Mitte zwischen den in Sachen Bier günstigen und teuren Standorten liegen Rom (4,40 Euro) und die britische Metropole London (4,30 Euro).

110 Liter sind abgabenfrei

„Verantwortlich für die großen Spannen ist vor allem die unterschiedliche Besteuerung des Biers, das zeigt das Beispiel Stockholm“, erläutert Veltins-Experte Ulrich Biene. Sparen könnten Touristen, indem sie in ein „teures“ Bierland ihren eigenen Gerstensaft mitnehmen würden. „Innerhalb der EU dürfen 110 Liter Bier abgabenfrei und ohne Zollformalitäten mitgeführt werden, innerhalb dieser Grenze wird von einer Verwendung zu privaten Zwecken ausgegangen“, so Biene. Aus einem Nicht-EU-Staat dürfen dagegen nur 16 Liter Bier abgabenfrei nach Deutschland eingeführt werden. Sonderregelungen gibt es für einige skandinavische Länder.

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