Mammographie ist Methode der Wahl zur Brustkrebsfrüherkennung

Für Frauen mit nachweislich erhöhtem Brustkrebsrisiko wurde in einer jüngst im "Journal of Clinical Oncology" veröffentlichten Studie der hohe Stellenwert der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) bei der Früherkennung von Brustkrebs diskutiert. Der Anteil der Frauen mit erblichem Brustkrebs macht etwa fünf Prozent der Brustkrebspatientinnen aus.

"Frauen mit einer Risikobelastung müssen in speziellen Zentren individuell bereut werden. Doch das muss klar getrennt werden vom Mammographie-Screening-Programm, das sich an gesunde Frauen richtet", sagte Aubke. Es sei allgemein bekannt, dass MRT keinesfalls geeignet sei für die allgemeine Brustkrebsfrüherkennung. Einer der großen Nachteile der MRT sei eine viel zu hohe Rate an auffälligen Befunden, die sich in der weiteren Abklärung als harmlos herausstellten. Damit erhöhe sich die Zahl der falsch-positiven Befunde mit der Gefahr einer Übertherapie. "Deshalb gibt es weltweit kein Land, das MRT zur Früherkennung anbietet", stellte Aubke fest. Da die Studie ausschließlich mit Frauen durchgeführt wurde, die nachweislich familiär vorbelastet seien, hätten ihre Ergebnisse keinerlei Einfluss auf das Mammographie-Screening-Programm. "Die Mammographie ist nach wie vor die einzige für die Brustkrebskrebsfrüherkennung allgemein anerkannte Methode", so Aubke.
(idw, 02/2010)

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