Malen in der dritten Dimension

(djd). Hobbykünstler können ihrer Fantasie nun auf besondere Weise freien Lauf lassen: Möglich macht es ein neuartiger 3D-Druckstift, den ein amerikanisches Unternehmen unter dem Namen „3Doodler“ entwickelt hat. Dabei handelt es sich um eine Art handbetriebenen 3D-Drucker, mit dem es möglich ist, dreidimensionale Objekte frei in den Raum zu zeichnen.

Die Produktneuheit stellt eine Mischung aus Stift und Heißklebepistole dar: Spezieller Kunststoff wird im Inneren des Stifts auf knapp 270 Grad erhitzt und durch ein integriertes Kühlsystem beim Verlassen der Spitze wieder gehärtet. Nötig sind nur eine Steckdose und ein bisschen Fingerspitzengefühl.

Und so funktioniert’s

Der Stift wird vorher mit Plastikstäbchen geladen. Drückt der Nutzer die Taste am Stift, beginnt der Kunststoff zu schmelzen und fließt aus der Feder oben heraus. Beim Abkühlen verfestigt sich der Kunststoff sofort. Von einfachen Zeichnungen bis hin zu anspruchsvollen 3D-Modellen kann man kreieren, was das Herz begehrt. Besonders interessant wird es, wenn man den 3D-Stift vom Papier abhebt und das Plastik der Handbewegung folgt – auf diese Weise zeichnet man dann in der Luft. Erhältlich ist der neuartige 3D-Druckstift für 99,95 Euro zuzüglich 4,95 Euro Versandkosten exklusiv im Gadget-Shop Coolstuff unter der Webadresse http://www.coolstuff.de/3Doodler-3D-Druck-Stift.

Für den 3D-Druckstift gibt es zwei Sorten Kunststoff mit leicht unterschiedlichen Eigenschaften: ABS und PLA. ABS besteht auf Ölbasis, ist stärker und erstarrt schneller, weshalb sich damit leichter in der Luft zeichnen lässt. PLA wiederum besteht aus Stärke und ist biologisch abbaubar. Dieser Kunststoff erstarrt langsamer und ist damit längere Zeit formbar. Der Stift eignet sich für beide Kunststoffarten. Mit dem Druckstift bekommt man 50 Plastikstäbchen in verschiedenen Farben mitgeliefert.

Läuft mit Strom, nicht mit Batterien

Der 3D-Druckstift läuft mit Strom statt mit Batterien. Zwei Geschwindigkeiten sind einstellbar: einmal schnell, etwa zum „Ausmalen“ von Flächen, und einmal langsam, etwa für Details. Mit dem Druckstift lassen sich im Übrigen auch Plastikgegenstände reparieren oder zusammenfügen. Die Spitze des Stifts wird sehr heiß. Er ist demzufolge kein Spielzeug und darf daher nicht von Kindern unter zwölf Jahren verwendet werden.

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