LWL-Universitätsklinikum Bochum sucht gesunde Teilnehmer für Schmerz-Studien

Viele Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, erhalten nicht die richtige Behandlung, weil es die oft noch gar nicht gibt. Um Betroffene angemessen therapieren zu können, ist es zunächst wichtig, die Schmerzursache zu ermitteln und zu verstehen, wieso ein chronischer Schmerz überhaupt erst entsteht. Es ist eine große Bandbreite von Syndromen und Krankheiten bekannt, die chronische und oft starke Schmerzen am ganzen Körper verursachen und Betroffene häufig in ihrem alltäglichen Leben einschränken.

„Um ein genaues Krankheitsbild solcher Syndrome zu erfassen, ist nicht nur die Untersuchung betroffener Patienten, sondern vor allem auch gesunder Menschen entscheidend“, so Prof. Dr. Martin Diers, zuständig für die Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum. „Wir suchen für unsere verschiedenen Schmerzstudien daher dringend gesunde Probanden im Alter zwischen 30 und 70 Jahren.“ Die Studienteilnehmerinnen sollten nicht unter einer chronischen Erkrankung, insbesondere chronischen Schmerzen leiden.

Mit seiner Schmerzforschung verspricht sich Martin Diers Erkenntnisse darüber, wie unterschiedliche chronische Schmerzsyndrome entstehen und überdauern. Für einige Studien, die sich etwa mit Phantomschmerzen bei Amputierten oder dem Fibromyalgiesyndrom beschäftigen, wird der Proband zu einem etwa zweieinhalbstündigen MRT-Termin gebeten. Eine andere Studie befasst sich mit der Erforschung molekulargenetischer Faktoren. Hierfür können die Teilnehmenden ihre Aufgabe zuhause erledigen, indem sie mit einer handelsüblichen Mundspülung ihren Mund spülen müssen. Die Teilnahme an den jeweiligen Studien wird mit einer Aufwandsentschädigung vergütet.

Interessierte können sich unter folgenden Kontaktdaten mit dem Stichwort „Gesunder Proband Schmerzforschung“ unter Angabe des Namens und der Telefonnummer melden:

Telefon: 0234 5077-3226 (Anrufbeantworter)
E-Mail: verhaltensmedizin@rub.de

Die Beantwortung der Anrufe und E-Mails kann unter Umständen einige Tage bis Wochen dauern. Das Forschungsteam bittet hierfür um Verständnis.

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