Lübecker Wissenschaftler erhält Förderpreis für Prostatakrebs-Forschung

Hilfe bei Sodbrennen

„Wachstum und Funktion der Prostata sind abhängig von Androgenen, den männlichen Geschlechtshormonen“. Androgene vermitteln ihre Signale in den betreffenden Prostatazellen über den Androgenrezeptor. Die Erforschung des Androgenrezeptors spielt auch für die Therapie des Prostatakarzinoms eine zentrale Rolle, weil er das Fortschreiten der Erkrankung beeinflusst“, sagt PD Dr. Cronauer. „Für innovative und zielgerichtete Therapien benötigen wir ein detailliertes Verständnis über die molekularen Veränderungen des Androgenrezeptors.“

Das fortgeschrittene Prostatakarzinom kann per Hormontherapie behandelt werden. Obwohl die Mehrzahl der Patienten anfänglich gut auf eine primäre Hormontherapie anspricht, kommt es innerhalb weniger Jahre zu einem erneuten Wachstum des Tumors mit der Bildung sogenannter kastrationsresistenter Prostatakarzinom-Zellen (CRPC). Circa 20 bis 40 Prozent der CRPC-Patienten sprechen nicht mehr auf eine weitere, sekundäre Hormontherapie an. Zudem entwickeln auch jene Patienten, welche auf eine sekundäre Hormontherapie ansprechen, in einem relativ kurzen Zeitraum eine Therapieresistenz. Sowohl klinische als auch experimentelle Arbeiten zeigen, dass CRPC-Zellen in der Lage sind, Varianten des Androgenrezeptors (sog. AR∆LBD) herzustellen, die sich allen Formen der derzeitigen hormonellen Therapien entziehen.

PD Dr. Cronauers Projekt zum Thema „Involvement of the Proteasome in the Regulation of AR/ARΔLBD-Signaling in Castration-Resistant Prostate Cancer Cells“ konzentriert sich auf die Entstehung und Funktion dieser Androgenrezeptor-Varianten. Hierbei untersucht er den Einfluss des Proteasoms, einem Bestandteil der Proteinqualitätskontrolle innerhalb der Zellen, auf verschiedene Funktionen des Androgenrezeptors und seiner AR∆LBD-Varianten. Die zu erwartenden Ergebnisse sollen neben einem besseren Verständnis des Signalwegs einen genaueren Aufschluss darüber geben, ob und wie Eingriffe in das Proteasom-System zu einer Verbesserung der derzeitigen Therapiekonzepte führen können.

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Klinik für Urologie, PD Mag. Dr. rer. nat. Marcus V. Cronauer
E-Mail: marcus.cronauer@uksh.de

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