Lotsendienst am NCT Heidelberg hat sich etabliert: Bilanz nach einem Jahr Patientenbegleitung ist positiv

Das Lotsenprogramm am NCT Heidelberg wurde 2017 zusammen mit dem Heidelberger Selbsthilfebüro und der NCT-Patientin Vanessa Weil ins Leben gerufen. Nach einer fünfmonatigen Pilotphase von April bis August 2018, die durch Spendeneinnahmen aus dem Projekt „Krebs hat ein Gesicht“ unterstützt wurde, fiel im Oktober 2018 offiziell der Startschuss. Binnen eines Jahres konnten seither 14 Helfer für den ehrenamtlichen Lotsendienst am NCT Heidelberg gewonnen werden. Von montags bis freitags stehen sie von 9:00 bis 12:00 Uhr zur Verfügung. Dabei kommen sie pro Tag im Durchschnitt mit 20 Patienten in Kontakt. „Krebserkrankungen sind komplexe Erkrankungen, die in der Regel eine langfristige Behandlung durch ein interdisziplinäres Team erfordern“, sagt Dirk Jäger, Ärztlicher und Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg. „Unsere Lotsen stehen den Patienten während ihrer Zeit am NCT zur Seite.“ Die Ehrenamtlichen unterstützen die Patienten und ihre Angehörigen beispielsweise dabei, sich im NCT Heidelberg zu orientieren oder begleiten sie in die anliegenden Kliniken zu den Behandlungs- und Untersuchungsterminen. Darüber hinaus informieren sie über Unterstützungs- und Beratungsangebote, haben jederzeit ein offenes Ohr und stehen für Gespräche abseits der ärztlichen und pflegerischen Betreuung zur Verfügung.

Organisiert wird der Lotsendienst am NCT Heidelberg von Anne Müller. Als Betroffene und Selbsthilfebeauftragte weiß sie um die Sorgen, Nöte und Unsicherheiten der Besucher des NCT Heidelberg: „Die Krebserkrankung, die die Patienten mitbringen, ist belastend genug, da wollen wir bei den organisatorischen Fragen konkrete Hilfe leisten.“ Als Koordinatorin für den Lotsendienst kooperiert sie eng mit den Beratungsdiensten und dem medizinischen Personal. Aktuell arbeitet sie daran, den Service weiter auszubauen. Der nächste Schritt dabei: Der Lotsendienst soll künftig täglich von 8:00 bis 14:00 Uhr zur Verfügung stehen. Dazu werden weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht.

Anne Müller: „Ich bin beeindruckt und dankbar für die Motivation und den Elan, den die ehrenamtlichen Lotsen während ihrer Tätigkeit zeigen. Die Zufriedenheit der Patienten während ihres Aufenthalts am NCT Heidelberg steht dabei für sie an erster Stelle. Um die Belastung für die derzeit aktiven Lotsen nicht zu groß werden zu lassen, freuen wir uns, wenn wir weitere Verstärkung bekommen können. Wer Freude am Umgang mit Menschen hat, offen und flexibel ist und vormittags Zeit hat, kann sich gerne bei mir informieren.“

Wie wertvoll dieser Dienst am Patienten ist, zeigt auch die Aussage von Lotse Mike Smith: „Jeder kann schnell in schwierige Lebenssituationen geraten. Ich bin froh, wenn ich Patienten und ihren Angehörigen helfen kann, sich während ihres Aufenthalts im NCT Heidelberg besser zu Recht zu finden.“

Wer die Lotsen am NCT Heidelberg sucht, findet sie direkt neben der Pforte im Eingangsbereich. Zu erkennen sind sie an den grünen Buttons, die sie an ihrer Kleidung tragen. Und wer individuell und persönlich am Tag seines NCT-Besuches von einem Lotsen begleitet werden möchte, kann seinen Bedarf gezielt vor Beginn der Behandlung auch anmelden: per Telefon (06221 56-32835) oder E-Mail (nct.lotse@med.uni-heidelberg.de).
Bewerbungen für die ehrenamtliche Lotsentätigkeit:

Anne Müller, Koordinatorin Lotsendienst
E-Mail: anne.mueller@med.uni-heidelberg.de
Telefon: 06221 56-32835

Bilder zur Pressemitteilung stehen im Internet kostenfrei zur Verfügung unter:
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BU: Die Lotsen am NCT Heidelberg weisen nicht nur den Weg, sondern sind auch erste Ansprechpartner und Begleiter der Patienten.

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Dr. Friederike Fellenberg
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
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Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-5930
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Doris Rübsam-Brodkorb
Universitätsklinikum Heidelberg und Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
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Dr. Sibylle Kohlstädt
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Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist es, vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell in die Klinik zu übertragen und damit den Patienten zugutekommen zu lassen. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch die Behandlung, in der Nachsorge oder der Prävention. Die Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit. Seit 2015 hat das NCT Heidelberg in Dresden einen Partnerstandort. In Heidelberg wurde 2017 das Hopp-Kindertumorzentrum (KiTZ) gegründet. Die Kinderonkologen am KiTZ arbeiten in gemeinsamen Strukturen mit dem NCT Heidelberg zusammen.

Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD)
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit fast 2.000 Betten werden jährlich rund 65.000 Patienten vollstationär, 56.000 mal Patienten teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe hat das Universitätsklinikum Heidelberg das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg etabliert, das führende onkologische Spitzenzentrum in Deutschland. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.700 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können.
Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.
Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern.
Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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