Lotse ebnet Flüchtlingen Wege zu spezialärztlicher Versorgung am Dresdner Uniklinikum

Als universitäres Krankenhaus der Maximalversorgung ist die Expertise des Dresdner Uniklinikums immer dann gefragt, wenn Flüchtlinge unter besonders schweren Erkrankungen beziehungsweise Komplikationen leiden. Die meisten dieser Fälle betreffen Kinder, die internistisch, chirurgisch oder psychotherapeutisch behandelt werden. Bei der spezialärztlichen Versorgung von erwachsenen Flüchtlingen wurden bisher vor allem Experten der Kliniken für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, für Dermatologie sowie für Frauenheilkunde und Geburtshilfe konsultiert. Ein größerer Teil der dem Uniklinikum vorgestellten Flüchtlinge haben schwere Erkrankungen, die bisher unzureichend oder gar nicht behandelt wurden und deshalb die Ärzte vor besonders große Herausforderungen stellen.

„Als soziales Unternehmen, das zuerst immer das Wohl der Menschen im Blick hat, ist es für das Uniklinikum selbstverständlich, Verantwortung für diejenigen Flüchtlinge zu übernehmen, die ernsthafte gesundheitliche Probleme haben. Zugleich aber muss die Hilfe so organisiert sein, dass wir trotz der zusätzlichen Aufgabe dem grundlegenden Auftrag der Hochschulmedizin gerecht werden können. Wir freuen uns sehr, dass so viele Dresdner mit ihrer Teilnahme an dem Benefiz-Lauf und mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, diese zusätzliche Aufgabe zu stemmen“, sagt Prof. Albrecht.

Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. „Der Spendenlauf hat ganz deutlich gemacht, Dresden kann sich bewegen und Vieles bewirken. Neben dem ganz konkreten Ergebnis, einen Flüchtlingslotsen einstellen zu können, geht ein starkes Signal von der Aktion aus. Wir brauchen genau dieses Engagement für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.“ Den Unternehmen komme dabei als Arbeitgeber eine besondere Rolle zu. „Je mehr Vorbilder es gibt, die das Menschsein in den Mittelpunkt stellen, desto besser“, konkretisierte Ministerin Köpping.

„Wir als Organisatoren des Spendenlaufs hatten zwei Absichten: Erstens wollten wir gemeinsam mit den Dresdner Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität setzen und zweitens einen Betrag leisten, um den Zugang zu spezialärztlicher Versorgung für geflüchtete Menschen in Dresden und dem Umland zu erleichtern“, sagt Luise Mundhenke vom Organisationsteam des Laufs: „Das Zeichen, das von diesem 4. Oktober mit über 3.000 Teilnehmerinnen sowie Teilnehmer und einer Spendensumme von rund 75.000 Euro ausgegangen ist, hätte kaum schöner sein können. Nun freuen wir uns sehr, dass das große Engagement von Dresdner Einwohnern, Unternehmern und Ehrenamtlichen in Form der neu geschaffenen Stelle hier am Universitätsklinikum konkrete Gestalt annimmt und hoffen, dass damit auch langfristig ein weiterer wichtiger Schritt für die Eingliederung geflüchteter Menschen in unsere Gesellschaft getan ist.“

Kontakt
Universitätsklinikum
Carl Gustav Carus Dresden
Holger Ostermeyer
Pressesprecher
Tel.: 0351/ 458 41 62
E-Mail: pressestelle@uniklinikum-dresden.de

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