Lippenbekenntnisse

(dtd). Fast jeder Kalendertag hat heute eine eigene Bedeutung: so auch der 6. Juli, es ist der Internationale Tag des Kusses. Und einen schöneren Anlass kann man sich kaum denken. Denn Küssen ist gesund, es macht Spaß und es macht glücklich. Ein intensiver Kuss löst im Körper heftige chemische Reaktionen aus, der ganze Körper gerät in „Aufruhr“. Der Kuss kurbelt die Hormonproduktion an, die Nebenniere jagt Adrenalin durch den Körper. Stoffwechsel und Blutzirkulation werden angekurbelt, das Immunsystem läuft auf Hochtouren – und ein ganzes Bündel von Glückshormonen, Nerven und Muskeln setzt sich in Bewegung.
Der Pulsschlag erhöht sich bei einem leidenschaftlichen Mund-zu-Mund-Kuss auf 110 Schläge pro Minute, der Blutdruck schnellt nach oben, zugleich werden 34 Gesichtsmuskeln bewegt. Hals- und Rückenmuskeln sorgen dafür, dass die Nasen beim Küssen nicht zusammenstoßen. Außerdem sorgen Endorphine dafür, dass die Schmetterlinge im Bauch der Küssenden wild umherflattern – und als positiver Nebeneffekt tun die Küssenden sogar etwas für ihre Abwehrkräfte, weil der fremde Speichel Bakterien enthält, die das Immunsystem des Gegenübers herausfordern. Küssen kann nicht zuletzt auch dazu beitragen, Stress abzubauen und Frustrationen zu bekämpfen.

Mit dem Geheimnis des Küssens beschäftigt sich sogar eine eigene Wissenschaft, die Philematologie. Und die hat unter anderem herausgefunden, dass die Ursprünge des Kusses ganz unromantisch sind: Verhaltensforscher führen das Küssen nämlich auf die Fütterung von Mund zu Mund zurück, die sowohl im Tierreich verbreitet ist als auch bei einigen menschlichen Ur-Völkern verbreitet war.
Die vielen unterschiedlichen Formen des Kusses haben letztlich auch etwas damit zu tun, wen man küsst – und wie. So wird der sozialistische „Bruder“ anders geküsst als die Mutter. Der Bekannte in Frankreich bekommt ein Küsschen, der Partner wird oft mit Zunge geküsst.
Bei Verliebten stellt sich beim Küssen immer auch ein beflügeltes Gefühl ein – sie meinen, sie könnten Bäume ausreißen. Deshalb leben Verliebte auch immer in einem Stimmungshoch und halten sich quasi für unverwundbar. Dies verbessert nicht nur ihre Laune, sondern auch noch ihre körperlichen Abwehrkräfte.

Küssen in Kürze

1. Woher kommt eigentlich das Küssen?
Bei Menschenaffen aber auch bei verschiedenen ursprünglich lebenden Völkern haben Forscher beobachtet, dass Mütter vorgekaute Nahrung von Mund zu Mund an ihre Nachkommen weitergeben. Dies wird als ein möglicher Ursprung des Küssens angesehen.
2. Ist Küssen gesund?
Nach Auffassung einiger Mediziner ist ein Kuss durchaus gesundheitsfördernd. Je nach Kussintensität werden dabei 30 bis 40 Gesichtsmuskeln bewegt, der Körper bildet Glückshormone, der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt und sowohl das Herz als auch das Immunsystem werden gestärkt.
3. Lohnt es sich für meine Figur, viel zu küssen?
Vom Küssen profitiert vielleicht die Beziehung, aber die Strandfigur lässt sich leider nicht „herbeiknutschen“. Selbst bei leidenschaftlichen Zungenküssen verbrennt man „nur“ zwölf Kalorien in drei Minuten.
4. Wie viel wird unter den Menschen so geküsst?
Philematologen („Kussforscher“) fanden heraus, dass der Mensch während 70 Lebensjahren im Durchschnitt circa 110.000 Minuten küsst. Umgerechnet sind das etwa 1.833 Stunden oder 76,4 Tage!

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Lana Citron
KussKuss. Wirklich alles über den Kuss
Hanser Verlag, München 2011
256 Seiten, 12,90 Euro

Küssen macht Spaß – Mundgeruch macht einsam

(dtd). Am 6. Juli 2012 wird auf der ganzen Welt ein paar Mal öfter geknutscht als üblich, denn an diesem Datum wird der Internationale Tag des Kusses begangen. Ein Kuss dürfte für die meisten die zärtlichste Geste sein, mit der sie einem anderen Menschen ihre Zuneigung zeigen und bei ihm Glückshormone auslösen können. Die Aussichten darauf sind für Menschen mit einer schlechten Mundhygiene allerdings deutlich schlechter. Jeder vierte Deutsche leidet gelegentlich, jeder sechste sogar dauerhaft unter abstoßendem Mundgeruch. Dr. med. dent. Silke Liebrecht-Rüsing, Zahnmedizinerin aus Köln: „Mundgeruch ist nach wie vor ein Tabuthema. Betroffene sollten aber dennoch den Mut aufbringen und einen Freund oder Verwandten dazu befragen, von dem sie eine wahrheitsgemäße Antwort erwarten. Außerdem kann man natürlich jederzeit seinen Zahnarzt auf das Thema ansprechen, er wird dann eine Diagnose stellen und nach möglichen Ursachen im Mund oder Rachenraum suchen.“ Eine gute Mundhygiene ist die beste Voraussetzung, um Bakterien – in 90 Prozent der Fälle für Mundgeruch verantwortlich – dauerhaft zu verscheuchen. Dr. Silke Liebrecht-Rüsing: „Wer alle sechs Monate eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch nimmt und zu Hause eine gute Mundhygiene betreibt, beugt also nicht nur Zahnfleischerkrankungen und Karies vor, sondern auch dem Mundgeruch.“

Für ein „kussfreundliches“ und strahlendes Gebiss steht heute modernste Zahnmedizin zur Verfügung – man muss sie sich nur leisten können. Denn bei höherwertigen Maßnahmen drohen schnell zusätzliche Kosten von bis zu einigen tausend Euro pro Zahn. Gesetzlich Krankenversicherte können sich mit privaten Zusatzpolicen eine solche Versorgung zu erschwinglichen Preisen sichern. „Finanztest“ (05/2012) nahm 147 Zahnzusatztarife unter die Lupe. Bei den Angeboten nach Art der Schadenversicherung erreichten beispielsweise vier Tarife der Ergo Direkt Versicherungen ein „sehr gut“, zwei davon sogar mit der Bestnote 1,0 den Spitzenplatz in dieser Gruppe. Die Qualitätsurteile erhielt der Direktversicherer für Zusatzpolicen, die Zahnersatz- und Zahnerhalt-Bausteine kombinieren.

Schachmatt für den „Kusskiller“ Herpesviren

(dtd). Es gibt kaum eine schönere Bezeugung der Zuneigung als einen Kuss. Viele Menschen wissen gar nicht, wie gesund das Küssen eigentlich ist: Der Bakterienaustausch stärkt das Immunsystem, die Stresshormone sinken deutlich ab, durch die Aktivierung der Gesichtsmuskulatur wird der Faltenbildung vorgebeugt, und ein intensiver fünfminütiger Kuss verbraucht zwischen 50 und 80 Kilokalorien. Aber Küssen macht vor allem eines: glücklich!
Zumindest vorübergehend muss man allerdings auf dieses Glücksgefühl verzichten, wenn man unter Lippenherpes leidet. Die Lippe brennt, kribbelt und spannt – schnell bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte, unschöne Bläschen, die aufplatzen und schorfig abheilen. Oft ist noch wochenlang eine gerötete Stelle zu sehen, wo der Lippenherpes wucherte. Rund zwölf Millionen Menschen sind Schätzungen zufolge allein in Deutschland davon betroffen. Die meisten infizieren sich mit dem Herpesvirus bereits in der Kindheit, häufig ohne Symptome. Viele wissen nicht einmal, dass sie betroffen sind, denn das Virus ruht bei ihnen unbemerkt im Nervengewebe. Bei anderen nutzt es jede kleine Schwäche des Immunsystems. Dann wird es aktiv, wandert Richtung Oberhaut und wählt eine Stelle für einen Ausbruch aus, an der die Haut besonders empfindlich und schutzlos ist. Die Lippenregion ist dafür wie geschaffen.

Immer mehr Menschen bilden Resistenzen gegen herkömmliche Herpesmittel aus. Doch die Natur kennt ein wirkungsvolles Mittel gegen die Erreger: die Melisse, enthalten beispielsweise in LomaHerpan aus der Apotheke. Die zitronig duftende Arzneipflanze enthält Substanzen, die antiviral und antimikrobiell wirken. Herpesviren werden frühzeitig am Eindringen in die gesunde Haut und in ihrer Ausbreitung gehemmt. So kann die Bläschenbildung reduziert und der Herpesschub verkürzt oder im besten Fall sogar verhindert werden. Eine Resistenzbildung gegen den Naturstoff Melisse ist nicht bekannt.

Einen 100-prozentigen Schutz vor Herpes gibt es nicht, allenfalls kann einer Ansteckung vorgebeugt werden. Die Neuinfektion erfolgt meist durch Küssen oder Trinken aus infizierten Gläsern und Flaschen. Auch eine Tröpfcheninfektion durch Niesen oder Husten ist möglich. Die oberste Regel lautet deshalb: Abstand halten von Patienten, die gerade Lippenbläschen haben. Entzündete Stellen keinesfalls berühren. Die Bläschen weder aufkratzen noch aufstechen, denn die Flüssigkeit enthält eine große Menge an hochinfektiösen Viren. Diese können sich ausbreiten und auch die umliegende Haut infizieren. Zudem gelangen Bakterien in die offene Wunde – eine Superinfektion kann die Folge sein.

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