Licht für das 21. Jahrhundert: Perspektiven in Bildern

Welchen Siegeszug hat diese noch junge Technologie seit ihrer Entdeckung 1960 durch den amerikanischen Physiker Theodore Maiman angetreten? Das Prinzip der stimulierten Lichtemission war bereits von Albert Einstein entdeckt worden, dennoch hat es sehr lange gedauert, bis daraus der erste Laser wurde. Die Fachwelt war zwar begeistert, wusste aber zunächst nicht viel damit anzufangen: "Wir haben nun eine Lösung, aber das Problem dafür müssen wir noch suchen."
Das hat sich gründlich geändert: Die noch junge Technologie hat sich in diesen 50 Jahren zu einer weit verbreiteten Schlüsseltechnologie in der Industrie gemausert. Laser schneiden, fügen, löten im Maschinenbau; Mediziner setzen ihre gut steuerbare Energie für vielfältige chirurgische und therapeutische Maßnahmen ein; selbst viele Alltagsgeräte kommen nicht mehr ohne aus: vom CD-Player bis zu den Registrierkassen der Discounter.
Nach wie vor ist die Lasertechnologie selbst Gegenstand intensiver Forschung, denn ihre Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgereizt. Das "Munich-Centre for Advanced Photonics" entwickelt neue Laser und erforscht mögliche Anwendungen, vor allem für die Medizin, aber auch für viele andere Bereiche der Forschung. Die nächste Generation Laser verfügt über weit mehr Energie, die zu kontrollieren sich die Wissenschaftler zur Aufgabe gemacht haben. Diese Energie hilft ihnen, Elektronen von ihren Atomkernen zu entfernen, feinste Strukturen in Geweben sichtbar zu machen, Tumore abzutöten und Filme von chemischen und biologischen Reaktionen aufzunehmen.
Einige dieser breit gefächerten und erstaunlichen Perspektiven und die Faszination der Forschung zeigt die Ausstellung "Licht für das 21. Jahrhundert" in farbintensiven und ästhetischen Bildern, fotografiert von Thorsten Naeser. Sie lebt durch den Grundsatz, vor allem die Wissenschaftler, die die Forschung machen, in den Blickpunkt zu rücken und zeigt Physiker, Biologen und Mediziner bei ihrer Arbeit mit Lasern. Die Ausstellung ist öffentlich und kann vom 16. Juli bis zum 30. August in Großhadern zu den Öffnungszeiten des Klinikums besichtigt werden.
(idw, 07/2010)

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